Tagungshaus
Jedes Jahr wird der Jahreswechsel mit lautem und farbenprächtigem Feuerwerk begangen. Das Knallen und Leuchten gehört für viele zur Tradition und macht ihnen Freude. Angesichts der gravierenden Folgen für Mensch, Tier und Umwelt stellt sich jedoch zunehmend die Frage, ob privates Feuerwerk noch zeitgemäß ist. Die erhebliche Belastung von Umwelt und Lebewesen durch diese eine Nacht widerspricht nicht zuletzt auch dem Gedanken der Bewahrung der Schöpfung.
Der Jahreswechsel gilt vielen als Neuanfang. Gute Vorsätze werden gefasst, oft mit Blick auf das eigene Leben und das Miteinander. Gleichzeitig bleiben nach Silvester Straßen und Grünflächen voller Müll zurück. Innerhalb kürzester Zeit werden große Mengen an Schadstoffen freigesetzt, was zu massiver Luftverschmutzung führt und gesundheitsschädigend ist. Unsachgemäßer Umgang mit Feuerwerkskörpern verursacht jedes Jahr zahlreiche Verletzungen, teils mit lebenslangen Folgen. Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdiensten und Polizei sind besonderen Gefahren ausgesetzt – durch Brände, Explosionen und zunehmend auch durch gezielte Angriffe.
Besonders betroffen sind aber auch Haus-, Nutz- und Wildtiere. Lärm, Lichtblitze und Gerüche bedeuten für sie enormen Stress. Viele geraten in Panik, verletzen sich bei Fluchtversuchen oder verlieren die Orientierung. Der biblische Auftrag, über die Erde und all ihre Geschöpfe zu wachen, kann kaum so verstanden werden, dass Angst, Leid und Gefährdung bewusst in Kauf genommen werden. Denn die Verantwortung des Menschen für die Schöpfung setzt in der Silvesternacht nicht aus!
Wer die Schöpfung bewahren möchte, für ein friedvolles Leben und den Erhalt der Erde einsteht, sollte den Mut haben, alte Gewohnheiten zu überdenken. Die Alternative wäre ein Jahreswechsel ohne privates Feuerwerk, dafür mit zentralen, professionellen Feuerwerken oder alternativen Lichtershows sowie einem Fokus auf Gemeinschaft.
Tradition, Lärm und bunte Lichter – für viele gehört privates Feuerwerk zu Silvester dazu. Doch die Folgen für Mensch, Tier und Umwelt sind gravierend und stehen im Widerspruch zur Bewahrung der Schöpfung, meint Sophia Hennig im Stand•PUNKT.