Politische Bildung

Politische Bildung unterstützt Menschen in ihrer Entwicklung zu selbstbestimmten, verantwortungsbewussten und demokratisch handelnden Individuen und befähigt sie so zur gesellschaftlichen Teilhabe. Damit leistet sie einen wesentlichen Beitrag zur Basis unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung.

Datenschutz, Europäische Union, Mindestlohn, bedingungsloses Grundeinkommen, (Rechts-)Populismus, aber auch Fragen zur Pflege von Familienangehörigen und fehlende Kitaplätze – die Inhalte politischer Bildung sind vielfältig und begegnen uns in unserem alltäglichen Leben. Die Kommende Dortmund beteiligt sich an den Diskussionen zu diesen Fragen. Getreu ihres Leitbildes möchte sie sich insbesondere für benachteiligte Menschen einsetzen, sie unterstützen und dazu befähigen, selbst teilzuhaben unsere „Gesellschaft gerecht zu gestalten.“

Gerade in Zeiten von wachsendem (Rechts-)Populismus und wiedererstarkenden protektionistischen Tendenzen in Europa ist politische Bildung von zunehmender Bedeutung für unsere Demokratie. Grundbedingung unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung sind Bürger*innen, die sich politisch engagieren und ihre Entscheidungen auf Basis einer umfassenden politischen Bildung treffen. Hierbei sollten sie nicht nur ihre eigenen Interessen durchsetzen, sondern die gemeinschaftlichen Bedürfnisse im Blick behalten und sich für das Gemeinwohl einsetzen.

Der sozialethische Dreischritt: „Sehen – Urteilen – Handeln“ fasst die Ziele politischer Bildung prägnant zusammen. Die Politische Bildung möchte: Auf Probleme aufmerksam machen, Wissen vermitteln, Urteilsbildung ermöglichen und zur Mitwirkung anregen. Sie soll die Teilnehmer*innen dazu ermutigen, sich ein eigenes Urteil über die gesellschaftlichen und politischen Vorgänge und Konflikte zu machen, sie aber auch dazu befähigen, sich an der Gestaltung einer freiheitlich-demokratischen verfassten Gesellschaft zu beteiligen.

Grundlage der politischen Bildung ist der Beutelsbacher Konsens, der jede Form massiver politischer Beeinflussung verbietet, die Vielfalt politischer Meinungen anerkennt und fördert sowie zum politischen Handeln anregt und ermutigt. Politische Bildung soll folglich nicht zur politischen Werbung oder Propaganda missbraucht werden, sondern möchte Kompetenzen und Qualifikationen vermitteln, um eigene Positionen auch in Frage stellen zu können.