Tagungshaus
Mit der Rückkehr nach Dortmund ist am Freitagabend ein einwöchiger Austausch für 18 Jugendliche aus Dortmund-Scharnhorst zu Ende gegangen. Die Kommende Dortmund, das Sozialinstitut des Erzbistums Paderborn, hatte das Projekt gemeinsam mit ihren Partner:innen organisiert. Unter dem Titel „Rassismus und Toleranz in Europa“ haben insgesamt knapp vierzig junge Menschen aus beiden Ländern ein gemeinsames Programm absolviert.
Nach einem Besuch der polnischen Partnergruppe aus Radomsko in Dortmund im Oktober 2025 fand nun der Rückaustausch statt: Zunächst besuchten die Teilnehmenden gemeinsam Zakopane im Tatragebirge, wo sie sich mit der jüdischen Geschichte und der Geschichte der Stadt im Zweiten Weltkrieg beschäftigten.
Es folgte ein Besuch in Krakau, wo unter andrem das Konzentrationslager Płaszów, das ehemalige Ghettogelände, das Weltkriegsmuseum in der Schindlerfabrik und das jüdisch geprägte Stadtviertel Kazimierz mit der Remuh-Synagoge besichtigt wurden.
Im Heimatort der polnischen Partner, Radomsko (Wojewodschaft Łódź), angekommen wurden die historischen Besichtigungen und Workshops noch einmal durch aktuelle Themen ergänzt: Wie können junge Menschen heute in Europa für Toleranz werben? Wo erfahren sie in ihrem Alltag Rassismus und Antisemitismus und was können sie gemeinsam dagegen tun?
Neben dem intensiven inhaltlichen Programm bestand auch die Gelegenheit zum kulturellen Austausch – bei gemeinsamen Gesangssessions, mit einer Selfie-Challenge und auch beim Besuch im Chemie- oder Englischunterricht der Jugendlichen aus dem Partnerland wurde Europäische Verständigung lebendig. Diese Verbindungen bleiben auch nach dem Austausch bestehen – sei es nun in der Nachbereitung in Dortmund oder auch bei ersten Ideen der Jugendlichen für persönliche Besuche.
Die Partnerschaft mit Radomsko soll im Rahmen des Sozialen Seminars, das die Kommende Dortmund mit der Stiftung beneVolens an der Gesamtschule Scharnhorst durchführt, auch im Schuljahr 2026/27 fortgesetzt werden. Bardzo dziękujemy i do zobaczenia wkrótce!
Das Projekt wird durch das Deutsch-Polnische Jugendwerk im Rahmen des Sonderprogramms "Wege zur Erinnerung" und durch den den Kinder- und Jugendförderplan des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt.
