Dienstgemeinschaftstag 2019

Fr, 29. Nov. 2019: Der Fachkräftemangel in den sozialen Berufen bedroht den Dienst am Menschen. Ohne ausreichend viele Mitarbeiter*innen müssen die Angebote reduziert oder mit zu wenig Personal die Arbeit auf zu wenige Köpfe und Hände zu verteilt werden. Doch wie stellen sich der demografische Wandel und die Entwicklung in den Gesundheitsberufen in den Regionen des Erzbistums Paderborn und bundesweit anhand einer redlichen Analyse dar? Was für die Dienstgeber*innen die Herausforderung ist, Fachkräfte zu gewinnen, ist für die Mitglieder der Mitarbeitervertretungen die Herausforderung, neue Mitarbeiter zu integrieren und für gute Arbeitsbedingungen zu sorgen.

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Referate am Vormittag:

„Auf dem Weg zum Anbietermarkt? Bisherige Arbeitsmarktentwicklungen und Projektionsergebnisse für das Gesundheitswesen“
Georg Sieglen, Sozialwissenschaftler am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Regionaleinheit NRW, Düsseldorf

„Rahmenbedingungen, um Fachkräfte zu gewinnen und gute Arbeitsbedingungen zu schaffen. Lösungsansätze seitens der Politik, Erwartungen an Kirche und Caritas“
Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, Bevollmächtigter der Bundesregierung für Pflege, Bundesministerium für Gesundheit, Berlin

„Personal gewinnen für den Dienst an Mensch und Gesellschaft. Lösungsansätze seitens der Kirche und der Caritas, Erwartungen an die Politik“
Josef Lüttig, Vorsitzender der Kommission „Mitarbeit in der Caritas“ im Deutschen Caritasverband und Diözesan-Caritasdirektor im Erzbistum Paderborn.

 

Workshops am Nachmittag:

AG 1: Beruf und Familie in Einklang bringen
- alle Einrichtungen
Impuls: Hanna Yabroudi
Nachhaltigkeitsberaterin bei der B.A.U.M. Consult GmbH und Projektverantwortliche von FamUnDo, zeigt auf, worauf es ankommt,  um Mitarbeitende dabei zu unterstützen, Familie, Privatleben und Beruf in Einklang zu bringen.
zusammen mit: Barbara Bahrenberg
Projektauftraggeberin FamUnDo, stellt kurz das Konzept FamUnDo (Familienbewusste Unternehmen in Dortmund) vor. FamUnDo ist ein Beratungsangebot zur besseren Vereinbarkeit von Beruf & Familie und richtet sich an Unternehmen aller Branchen und jeder Größe.

Impuls: Detlef Müller
Geschäftsführer der Kath. Kindertageseinrichtungen Hochstift gem. GmbH, Paderborn
zusammen mit: Lisa Kaißer, Erzbischöfliches Generalvikariat, Paderborn
Beide berichten über den Weg zur Schaffung einer neuen betriebsnahen KiTa. Der kath. KiTa-Träger kooperiert mit vier großen kath. Dienstgebern in Paderborn, die durch das Angebot von KiTa-Plätzen für Kinder von Mitarbeitenden ihre Familienfreundlichkeit und ihre Arbeitgeberattraktivität steigern wollen.

AG 2: Im Alter, vor und nach dem Ruhestand, gut beschäftigen
- alle Einrichtungen
Impuls: Ralf Steiger
Impuls: Barbara Sobotta
MAV-Vorsitzende im St. Rochus Krankenhaus, Castrop-Rauxel, und im Katholischen Krankenhaus Dortmund-West, erläutert, wie sich die Rahmenbedingungen für Beschäftige von 55-67 Jahren im Betrieb durch ein Gesundheitsmanagement für gutes Arbeiten verträglich machen lassen.

AG 3: Leistungsgeminderte Personen und Menschen mit Behinderung einbeziehen
- alle Einrichtungen
Impuls: Oliver Walter
Zukunft der Arbeitsorganisation, Stadt Dortmund Wirtschaftsförderung, berichtet von den Erfahrungen, wie die Stadt Dortmund in einem Modellprojekt durch gezielte Vergabekriterien ihre Macht als Nachfragende nutzt, um Langzeitarbeitslose im ersten Arbeitsmarkt zu integrieren.

Impuls: Christina Schön
Bereichsleitung Integration Arbeitsmarkt, Paderborn, erläutert, wie angemessene Arbeitsplätze für leistungsgeminderte Personen gestaltet werden können und wie wichtig Netzwerkarbeit und ein realistisches Verständnis für andere Arbeitswelten ist, um erfolgreiche Inklusionsarbeit zu betreiben.

AG 4: Menschen aus dem Ausland anwerben und aufnehmen
- Pflegeeinrichtungen und andere Einrichtungen
Impuls: Kristina Heinkele
Projektleiterin „Triple Win - Auszubildende für die Pflege aus Vietnam“, Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), Bonn, gibt Einblicke in das bundespolitische Projekt und legt Kriterien offen, an denen Einrichtungen bei Vermittlern eine faire und entwicklungssensitive Fachkräftegewinnung erkennen.

Impuls: Eva Maria Müller

AG 5: Menschen mit Migrationshintergrund in der Einrichtung integrieren
- Krankenhäuser und andere Einrichtungen
Impuls: Dr. Bernd Hanswille
Leitender Oberarzt der Frauenklinik, Klinikum Dortmund gGmbH, erläutert, wie Einrichtungen Schwierigkeiten durch kulturell unterschiedliche Verständnisse von Krankheit versuchen zu begegnen und erläutert wie man über Gesundheitsfragen mit Patient*innen spricht.

Impuls: Klaus Gröbing

AG 6: Marke Caritas – Marke Kirche: Wie merken Mitarbeitende, dass sie in einem christlichen Haus wirken?
- alle Einrichtungen
Impuls: Dr. Klaus Klother
Institut für christliche Organisationskultur, Dortmund, erläutert, wie in seinem Institut ein neues Konzept zur katholischen Profilbildung innovativ umgesetzt wird, das die Loyalität mit den gelebten Werten einer katholischen Einrichtung neu denkt und verankert.

Impuls: Leonie Jedicke
Referentin für Kompetenz- und Profilbildung, Caritasverband für das Erzbistum Paderborn, schöpft aus ihrem Erfahrungsschatz, eine christliche und spirituelle Unternehmenskultur zu fördern, um in einer vielfältigen Mitarbeiterschaft eine Identität, eine christliche Professionalität und ein Bewusstsein über sinn- und wertgebende Arbeit zu fördern.

AG 7: Innovationen und Umbrüche: Ganz andere Wege gehen I !
- alle Einrichtungen, besonders Pflegeeinrichtungen
Impuls: Susanne Bönninghoff, Einrichtungsleitung Altenheim Friedrichsburg, Münster,  
zusammen mit Ulla Drewes, war zur Entwicklungszeit des Projekts Leiterin der Johanniter Akademie und ist Pflegewissenschaftlerin.

AG 8: Innovationen und Umbrüche: Ganz andere Wege gehen II !
- alle Einrichtungen, besonders Pflegeeinrichtungen
Impuls: Henric Peeters
Direktor und  Vorstandsvorsitzender, Caritasverband Düsseldorf, stellt Konzept und Erfahrungen des Projekts „Bei Anruf Ausbildung“ für Auszubildende in der Pflege vor.

Impuls: Hans-Werner Hüwel
 

Hinweis: Veranstaltungsort ist die Akademie Schwerte, um mehr Teilnehmende empfangen zu können!

Der Dienstgemeinschaftstag greift kontroverse Themen zwischen Dienstgebern und Mitarbeitervertretungen auf. Ein gutes Tagungssetting soll ermöglichen, diese Anliegen sachlich und ehrlich zu bearbeiten. Das gemeinsame Anliegen bleibt bei allen Interessensunterschieden die gemeinschaftlich zu gestaltende Aufgabe und Zusammenarbeit.