2. Auflage! Sammelband zu Kontroversen der Migrations- und Integrationspolitik (Forum Sozialethik)

"Insgesamt ist ein anregender Band entstanden, der einen großen Rahmen spannt. Er schließt die Debatte nicht ab, sondern lädt ein, einzelne Thesen und Befunde zu vertiefen, weiter zu erforschen und intensiv zu diskutieren. So ist das Buch bestens für die wissenschaftliche und politische Diskussion geeignet." (Dr. Karlies Abmeier, Leiterin des Teams Religions-, Integrations- u. Familienpolitik, Konrad-Adenauer-Stiftung, Berlin, in: Stimmen der Zeit 10/2018, S. 746 f. - Die komplette Rezension hier (kostenpflichtig: 1,90 €) erhältlich!)

"Dem Herausgeberteam ist mit den Autorinnen und Autoren eine Publikation von hohem Gebrauchswert gelungen. Sie sollte auch außerhalb der Fachpublikums Beachtung finden." (Prof. Dr. Walter Lesch, Université catholique de Louvain in Belgien, in: Amosinternational 3/2018, S. 53-54; online HIER).

"eine Fülle von Perspektiven und Einsichten aus unterschiedlichen Disziplinen, die sehr zur Rationalisierung des
politischen Diskurses beitragen können
und wichtige Anregungen zum Nach- und Weiterdenken liefern" (Prof. Dr. Markus Babo, Lehrgebiet Theologie in der Sozialen Arbeit an der Katholischen Stiftungsfachhochschule München, in: EuG 1/2018, online HIER).

"Kunze und Fisch bieten anregende Beispiele einer erneuerten Debattenkultur, die auch harten Gegensätzen Raum bietet und zeigt, wie in Akademien und Bildungshäusern (und auf Katholiken- und Kirchentagen) eine Auseinandersetzung auch mit rechten, nationalkonservativen und nationalistischen Positionen aussehen kann." (Alexandra Kemmerer, LL.M. eur., Juristin, Publizistin, Wissenschaftliche Referentin und Koordinatorin am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, dessen Berliner Büro sie leitet, in: Publik Forum 9/2018, S. 56, online HIER!).

"Es ist eine verdienstvolle Veröffentlichung, die vor allem durch ihren menschenrechtlichen Ansatz aus der aktuellen Publikationsflut herausragt und dadurch überzeugt, dass sie zu Dialog und Diskurs aufruft." (vollständig auf: https://www.socialnet.de/rezensionen/23531.php)

 

Klappentext:

Etwa 1,2 Millionen Menschen haben in den beiden Jahren 2015/2016 Zuflucht in Deutschland gesucht. Immer noch ist das Engagement der Freiwilligen ungebrochen, doch Gegenbewegungen zur Willkommenskultur sind unüberhörbar. Einfache, populistische Antworten auf komplexe Fragen prägen das Meinungsbild. Das Finden und die Akzeptanz von langfristigen Lösungen setzt jedoch gesellschaftliche Auseinandersetzungen und normative Vergewisserungen zur Herausforderung der Migration voraus.

Jetzt scheint der geeignete Zeitpunkt zu sein, die laufenden Debatten mit Analysen des nun vorliegenden Datenmaterials zu Asylbewerberzahlen, Integration, Kriminalität und anderem zu unterfüttern, gerade wenn Kontroversen bislang eher auf vage Spekulationen denn auf valide Datengrundlagen zurückgreifen mussten. Diesem Anliegen dient ein soeben erschienenes Buch, das auch Beiträge der 2016 durchgeführten Tagung des „Forum Sozialethik“ zum Thema „Flucht – Zuwanderung – Integration. Multidisziplinäre und normative Vergewisserungen zu Herausforderungen der Migration“ einbezieht. Der Sammelband stellt einen wichtigen Beitrag zu den Debatten im Kontext der Migrationspolitik dar. In drei Abschnitten decken die einzelnen Artikel aus interdisziplinärer Perspektive die Kontroversen rund um die Fragen nach „Zuflucht“, „Zusammenleben“ und „Zugehörigkeit“ auf. Sie analysieren diese, indem sie die grundlegenden Fakten aus Studien und Erhebungen aufbereiten, sozialethische Bewertungsmaßstäbe entwickeln und die Bewertungen in größere Diskurse einbetten:

  • Wie lassen sich die Forderungen nach Abschottung, Grenzschließung, Obergrenzen mit dem menschenrechtlichen Anspruch des Asylrechts in Einklang bringen?
  • Welche ethischen Leitlinien lassen sich entwickeln, wenn in Europa eine gerechte Verteilung bei der Aufnahme von Geflüchteten politisch nicht erreichbar ist?
  • Wie können Fluchtursachen bekämpft und die Zahl der Flüchtlinge weltweit wirkungsvoll reduziert werden?
  • Wie angemessen sind die Sorgen um höhere Kriminalität und Terror durch Geflüchtete?
  • Wie verschärft sich die Konkurrenz auf dem Wohnungsmarkt und bei einfachen Arbeitsplätzen?
  • Welche Voraussetzungen benötigt eine gelingende Integration? Welche Rolle spielen dabei Religion, Verfassungspatriotismus, Gastfreundschaft und Leitkultur?
  • Wie entwickeln sich Identität und Zusammenhalt in einer Einwanderungsgesellschaft und was gefährdet diese?
  • Und warum verhindern politische Zwänge, wertorientierte Überzeugungen in die Praxis umzusetzen? Welche Akteure könnten zu Veränderungen beitragen?

Eine Besonderheit des Sammelbandes stellen die Streitgespräche dar. Eine Tagung lebt auch von den vielen Gesprächen und Diskussionen zwischen den offiziellen Tagungsbeiträgen. Eines dieser Gespräche war ein Tischgespräch zwischen zwei Fachleuten. Es war der Ausgangspunkt für die über Monate hinweg entstandene Streitgespräche unter der Gesamtüberschrift „Wie verändert sich Deutschland mit seinen Zuwanderern? Wie sollte es sich verändern? Gegenwartsaufgaben und Zukunftsvisionen für eine Gesellschaft in Bewegung“ mit gut 40 Fragen, die beide fast immer gänzlich unterschiedlich beantworten und damit in der Politik oft unversöhnliche Positionen ins Gespräch bringen. Der Leser, die Leserin wird sich seine/ihre Meinung dann selber bilden müssen.

Zuflucht – Zusammenleben – Zugehörigkeit? Kontroversen der Migrations- und Integrationspolitik interdisziplinär beleuchtet (Reihe Forum Sozialethik 18), hg. von Andreas Fisch, Myriam Ueberbach, Prisca Patenge, Dominik Ritter, Münster: Aschendorff Verlag, 2017 (24,80 € im Buchhandel)

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