"Das soziale Anliegen im Zentrum"

Junge Engagierte kommen im Rahmen von Fit2Commit in Timisoara zusammen

Vom 18. bis 21. September trafen sich junge, ehrenamtlich engagierte Menschen aus sechs europäischen Ländern des internationalen socioMovens-Netzwerks – Rumänien, Deutschland, Kroatien, Litauen, die Slowakei und Polen – im Rahmen des europäischen Fit2Commit-Projekts, das sich den Themen Jugend, Freiwilligenarbeit und soziale Inklusion widmet in Timișoara, Rumänien. Das Projekt wird vom Erasmus+-Jugendprogramm der Europäischen Union kofinanziert und bindet die beteiligten Partner von 2025 bis 2028 mit einem Gesamtbudget von 250.000 Euro ein.

Der internationale Pilotierungs-Workshop wurde von der Caritas BSG Lipova ausgerichtet und gemeinsam mit der Kommende Dortmund und dem Pastoralzentrum Ludbreg organisiert. Im Laufe von vier Tagen arbeiteten die Teilnehmer:innen zusammen, tauschten Ideen aus und probierten Methoden praktisch aus, womit sie aktiv zur Entwicklung eines neuen Peer-to-Peer-Arbeitsbuchs beitrugen, das sich insgesamt an junge Menschen richtet, die sich für soziale Anliegen einsetzen wollen.

Ausgehend von ihren eigenen Erfahrungen reflektierten und analysierten die Teilnehmer:innen die Schritte, die zur Planung und Organisation verschiedener Ehrenamtsprojekte erforderlich sind. „Den ersten Entwurf des Arbeitsbuchs, den wir miteinander diskutiert haben, systematisiert viele Erfahrungen“, so einer der Freiwilligen aus dem Ruhrgebiet. Auf dieser Grundlage diskutierten die jungen Menschen, wie man Bedürfnisse in lokalen Gemeinschaften ermittelt, Ideen für selbstinitiierte und von Jugendlichen geleitete Freiwilligeninitiativen entwickelt, ein Team zusammenstellt und Aufgaben verteilt sowie wie man eine soziale Aktion erfolgreich durchführt und deren Ergebnisse auswertet.

„Es entsteht eine neue Dynamik, wenn wir vielfältige Erfahrungen mit jungem Engagements europäisch austauschen“, sagt Gregor Christiansmeyer von der Kommende Dortmund. Zu diesem Zweck berichteten die Teilnehmer:innen einander gegenseitig von erfolgreichen aber auch gescheiterten Beispielen für soziales Engagement an dem sie bereits mitgewirkt hatten. Gerade die Herausforderungen, denen sie begegnet waren, stellten ein besonderes Lernfeld dar. Auf dieser Basis gelang es Faktoren zu identifizieren, die junge Menschen nachhaltig zur ehrenamtlichem Einsatz motivieren, sowie Hindernisse, die eine Teilnahme erschweren können.

Diese Arbeitsweise spiegelt den Peer-to-Peer-Ansatz des Projektes gut wider: Die jungen Teilnehmer:innen waren nicht einfach Empfänger:innen vorgefertigter Trainingsinhalte. Vielmehr wurden sie durch ihre Erfahrungen, Meinungen und Ideen direkt an der Erstellung des Arbeitsbuches beteiligt, das sich an Gleichaltrige richten soll. Die während des Treffens in Timișoara gesammelten Ideen und Erkenntnisse werden in die weitere Entwicklung und Erprobung des Arbeitsbuchs 2026/27 einfließen – mit dem Ziel, eine praktische und leicht zugängliche Ressource zu schaffen, die junge Menschen durch die einzelnen Schritte der Organisation von Freiwilligenaktivitäten begleitet und sie dazu ermutigt, ihre eigenen Wege zu finden, sich aktiv in ihren Gemeinschaften zu engagieren und das im Zentrum stehende soziale Anliegen nicht aus dem Blick zu verlieren.

Timișoara bot der europäischen Austauschgruppe nicht nur die Gelegenheit, sich zu treffen und Erfahrungen auszutauschen, sondern auch einen konkreten Beitrag zum Fit2Commit-Projekt zu leisten!

 

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