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The Conference House
Gewalt und Konflikte eskalieren derzeit in vielen Regionen der Welt. Krisen und Machtverschiebungen stellen Bewährtes in Frage. Das Recht des Stärkeren scheint sich gegenüber der Stärke des Rechts durchzusetzen. Stehen wir vor dem Ende unserer regelbasierten Weltordnung? Oder unterschätzen solche apokalyptischen Szenarien die Bedeutung von Völkerrecht und globalem Zusammenhalt? Die Beiträge des neuen Heftes Amosinternational begeben sich auf Spurensuche.
Friedliche Lösung von Konflikten
Martina Fischer (Berlin) stellt vor dem Hintergrund der hohen Zahl bewaffneter Konflikte die Frage, wie Rüstungskontrolle und Gewaltprävention zur Sicherung des Friedens aussehen können. Dabei geht sie auf die Notwendigkeit globaler Zusammenarbeit sowie auf die bedeutende Rolle von kirchlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren in internationalen Prozessen ein.
Die aktuelle Rolle des Völkerrechts wird von Christoph Heusgen (München) in den Blick genommen. Er plädiert dafür, Konflikte friedlich und auf der Grundlage geltenden Rechts zu lösen, um eine neue Katastrophe ähnlich der des Zweiten Weltkriegs zu verhindern. Es dürfe nicht zugelassen werden, dass das Recht des Stärkeren über die Stärke des Rechts obsiegt.
Herausforderungen der Geoökonomie
Nils Goldschmidt und Luca Latsch (beide Siegen) betrachten die derzeitige Weltlage aus geoökonomischer Sicht. Amerikanische Handelshemmnisse, russischer Angriffskrieg und chinesische Industrie- und Machtpolitik fordern die EU zunehmend heraus. Durch wirtschaftlichen Nationalismus werden Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft geschwächt.
Die Rolle der Kirche
Die Frage „War Papst Franziskus ein Friedenspapst?“ analysiert Patrick Körbs (Honduras) in seinem Artikel und versucht eine Antwort, indem er die Weltfriedensbotschaften von Papst Franziskus analysiert. Er verweist dabei auf die Bedeutung von Geschwisterlichkeit, um weltweit eine Kultur des Friedens zu fördern.
Ulrich Schneckener (Osnabrück) kommentiert das Friedenswort der deutschen Bischöfe „Friede diesem Haus“, das sich in der Spannung zwischen Friedensideal und gewaltsamer Realität bewegt. Er beschreibt dabei sowohl das Ringen um friedensethische Grundsätze und friedenspolitische Ordnungen als auch Elemente, die im Friedenswort kaum thematisiert werden – wie der Zusammenhang von Frieden und Freiheit.
„In den USA erleben wir im Moment den Umbau von einer Demokratie zu einer Autokratie“
Im Interview mit Amosinternational spricht Klaus Wegener (Dortmund) über aktuelle Gefährdungen der regelbasierten Weltordnung. Darunter sieht er besonders die aktuelle Trump-Regierung in den USA als Bedrohung für Demokratie und Rechtstaatlichkeit. Darüber hinaus gehen Gefahren von Russland sowie Populismus und Nationalismus weltweit aus. Wegener plädiert für eine Stärkung der Rolle von NGOs und Zivilgesellschaft für die Stärkung eines friedlichen Zusammenlebens.
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Die aktuelle Ausgabe Amosinternational ist die erste, die im Herder-Verlag erscheint. Amosinternational erscheint in Zukunft viermal im Jahr bei Herder und kann sowohl in der Printversion (plus digitales Abo) als auch nur digital abonniert werden.
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Titelseite Heft Amosinternational 1/2026