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Bericht zur Stifter-Matinee im k-punkt spezial erschienen

Der am 7. August als Beilage zur Kirchenzeitschrift "Der DOM" veröffentlichte k-punkt spezial, enthält unter anderem einen Bericht zur Stifter-Matinee, die am 28. Mai 2011 stattfand. 


Würfeln für die Zukunft - Stifter-Forum beneVolens


CELEBRATE!
Freu dich über
den Erfolg des anderen

wie über den eigenen … – Die ehrwürdige Versammlung des beneVolens-Stifterforums begann mit einem Überraschungsangriff: Wie in den Seminaren und Reflexionsrunden der Jugendlichen warf Prälat Klasvogt den verdutzten Stiftern, Spendern und Sponsoren einen Ball zu: den Sports4peace- Würfel, auf dem die 6 Fairplay-Regeln aufgedruckt sind – wer den Würfel auffängt, muss die Regel vorlesen, die oben auf steht, und danach wird bei diesem Meeting „gespielt“. So üben die Schüler und Schülerinnen, oft aus sozial schwierigen Verhältnissen, spielerisch den Verhaltenscodex der gegenseitigen Wertschätzung ein. Warum also nicht auch bei der Zusammenkunft des Stifterforums?!

Natürlich ging es vergleichsweise ernsthaft und gesittet zu, als der Vorsitzende der beneVolens-Stiftung, Erich G. Fritz MdB, am 28. Mai 2011 die Mitglieder des Stifterforums begrüßte und Detlef Herbers den Rechenschaftsbericht der Stiftung vortrug. Trotz der vergleichsweise kurzen Zeit ihres Bestehens hat die Stiftung bereits Erstaunliches bewegt, von Schülerseminaren zur Gewalt- und Suchtprävention über das Langzeitprojekt zur beruflichen Integration schwer vermittelbarer Jugendlicher bis hin zur Erstellung einer Werbe-CD und der Anmietung und dem Umbau eines beneVolens-Hauses für die sozialpädagogische Arbeit mit Jugendlichen. Aber auch inhaltlich und konzeptionell ist die Kommende-Stiftung beneVolens gut aufgestellt. Das unterstreicht nicht zuletzt die Berufung von Prof. Dr. Hans Hobelsberger, Katholische Fachhochschule Paderborn, zuvor langjähriger Referent für jugendpastorale Bildung bei der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz, zum wissenschaftlichen Berater: ein Glücksfall für die jugendsoziale Arbeit der Stiftung.

Im Mittelpunkt der Stifter-Matinee aber stand diesmal das Pilotprojekt zur Suchtprävention, vorgestellt von Pastor Christian Heim, Bickenriedt/Allgäu, und zwei ehemaligen drogenabhängigen Jugendlichen, die nach ihrer erfolgreichen Langzeittherapie heute Säulen der „Familie der Hoffnung“ sind, einer noch jungen Sozialbewegung päpstlichen Rechts. Die Philosophie ihrer Rehabilitation, so Christian Heim, ist so simpel wie effizient: „Das Leben eines Drogenabhängigen kreist immer nur um die Droge, sie wird zum Lebensmittelpunkt. Unsere Arbeit setzt genau hier an. Wir geben den Jugendlichen einen neuen Lebenssinn. Sinn stiften und so zu einem neuen Leben befähigen, das ist das Geheimnis unserer Arbeit.“ Diese Erfahrungen greift das Projekt Suchtprävention bei der Arbeit mit sozial benachteiligten Jugendlichen auf. Die Schülerinnen und Schüler erfahren auf der Fazenda da Esperança, einem von 80 „Höfen der Hoffnung“ weltweit, eine unerwartete Offenheit sowie jenen „Geist“ der Gemeinschaft, in der jeder den anderen trägt. Darin liegt auch der Schlüssel zum Erfolg des Suchtpräventionsseminars, denn die authentischen Schilderungen derer, die selbst den Teufelskreis von Abhängigkeit und Kriminalität erlitten und durchbrochen haben, sind allemal wirkungsvoller als gutgemeinte Ratschläge: Suchtprävention als Anleitung zum Leben. Das konnten die Teilnehmer des Stifterforums selbst erleben, als die beiden ehemaligen Drogenabhängigen freimütig von der Geschichte ihres Scheiterns, aber auch von dem Wunder des Neubeginns und ihrer wiedergefundenen Freiheit und Selbstständigkeit berichteten.

Jene Lebensberichte waren zweifelsohne die eindrucksvollsten, wenn auch nicht die einzigen Erfolgsgeschichten, die der noch jungen Stiftung ihre Berechtigung geben. Auch andere Projekte wie das Gewaltpräventionsseminar „Stark ohne Gewalt“ mit der Gesamtschule Scharnhorst oder die „Ausbildungspatenschaften“ für Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse einer Dortmunder Hauptschule, die einen Tag in der Woche ein halbjährliches Betriebspraktikum absolvieren, sind nicht weniger ambitioniert. Begleitet werden sie hierbei von so „Ausbildungspaten“: Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Verwaltung, die die Jugendlichen in ihrem Bemühen um einen Ausbildungsplatz unterstützen – mit guten Erfolg, wie die Bilanz am Ende des Praktikums ausweist. Es gibt also wahrlich gute Gründe, auch weiterhin die beneVolens-Stiftung zu unterstützen, denn ihr Motto ist kein leeres Versprechen: „Jugend fördern. Zukunft gestalten“.

Beim Ausklang bei Suppe und Schnittchen fiel der Blick übrigens noch einmal auf den Würfel. Oben auf stand zu lesen:

MAKE A DIFFERENCE!
Große Ziele können wir
nur gemeinsam erreichen. Wie wahr! Sports4peace-Würfel

 

Hier erhalten Sie den k-punkt-spezial 2011 als pdf zum Download

Hier erhalten Sie den Tätigkeitsbericht zum Stifterforum als pdf zum Download

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