Sozialinstitut
Kommende Dortmund
Brackeler Hellweg 144
D-44309 Dortmund
Telefon 0231 - 20605-0
Telefax 0231 - 20605-80



Impressum
Gütesiegel Weiterbildung
 
Förderverein + Stiftung

"Stark ohne Gewalt" an der Gesamtschule Scharnhorst

Musical hilft gegen Gewalt auf dem Schulhof
"Streetlight" macht zum dritten Mal Station in Dortmund - Projekt soll Jugendliche fürs Leben stärken

An der Gesamtschule Scharnhorst wird das Musical "Stark ohne Gewalt" eingeübt.Klaus Pollkläsener



Scharnhorst.
Bei „schoolmotions“ erarbeitet Ballettdirektor Xing Peng Wang mit Schülern Szenen aus seinem Werk „The Last Future“ zu Themen wie Liebe und Gewalt. Das Ziel: Zu mehr Selbstbewusstsein und Stärke gelangen. Dieselbe Intention verfolgt das Projekt „Stark ohne Gewalt“. Nur steht kein Pas de deux auf dem Programm, sondern eher fetziger Tanz. Zu Musicaldarstellern werden die Schüler der Klasse 8 und 9 der Gesamtschule am Mackenrothweg.

Und es wird nicht etwa niedlich wie bei „Cats“ oder „König der Löwen“, sondern es geht auch um Gewalt. „Streetlight“ heißt das Musical, das jetzt zum dritten Mal Station in der Westfalenmetropole macht.

Mit zwei Trucks ist das internationale Team von „Streetlight“ in ganz Europa und der Welt unterwegs. Es geht um das aufwendige und spektakuläre Musical, in dem es um Bandenkriege im Chicago der 60er Jahre geht und um die wahre Geschichte des jungen Schwarzen Charles Moats, der sich gegen Gewalt entscheidet und für sein Ideal stirbt.

Das Projekt weise einige Parallelen zum Stadtteil auf. „Auch in Scharnhorst gibt es Jugendbanden, die ihre Kleinkriege führen“, so Paust. Außerdem bezeichneten einige der Jugendlichen ihr Lebensumfeld als Ghetto.

Bei der Projektarbeit werden die insgesamt 320 teilnehmenden Schüler keineswegs nur als Zuschauer oder Statisten agieren. Im Gegenteil: Sie werden zu einem Teil der Show, indem sie tanzen, das Bühnenbild gestalten oder die Regler des Mischpultes bedienen. Zudem studierten die Jugendlichen mit den 17 Musikern und Künstlern, die aus allen Teilen der Erde stammen, in kreativen Workshops ein eigenes Vorprogramm ein, das sie schließlich auf großer Bühne präsentieren.

Die Arbeit, so Stufenleiter Ralf Paust, konfrontiere die Schüler auf ungewöhnliche Weise mit der Gewalt unter Jugendlichen. Mit der künstlerischen Erfahrung lernen sie, stark zu sein ohne sich gewalttätig behaupten zu müssen.

Hilft denn ein Projekt weiter, wenn Actionfilme oder Computerspiel so oft Gewalt verherrlichen?

„Das Projekt ist an unserer Schule ja nur ein Baustein von vielen anderen. Es soll jungen Menschen nachhaltig positive Grundhaltungen und Werte vermitteln. Sie sollen lernen, ihre eigenen Stärken und Fähigkeiten wahrzunehmen. Wer stark und selbstbewusst ist, braucht keine Gewalt“, erklärte Schulleiter Heinrich Jost.

Und es gebe Überlegungen, so Paust, das Musical-Projekt in Zukunft in irgendeiner anderen Form fortzuführen.

 

erschienen in der Westfälischen Rundschau am 07.03.2011 von Thilo Kortmann

 

 

Chicago in Scharnhorst
Schüler führen Rockmusical "Streetlight mit Profitruppe auf

Freuen sich schon auf "Streetlight": Schüler und Lehrer der GesamtschuleBrodersen


SCHARNHORST
 Ein ungewöhnliches Gewaltpräventionsprojekt gibt es an der Gesamtschule: 320 Schülerinnen und Schüler des 8. und 9. Jahrgangs führen gemeinsam mit den Profi-Künstlern und Technikern von "GenRosso" das Rockmusical "Streetlight" auf.

"Streetlight" erzählt die wahre Geschichte eines Bandenkrieges im Chicago der 60er Jahre. Im Musical bezahlt der junge Schwarze Charles Maots seine Entscheidung gegen die Gewalt mit seinem Leben.

Die 17 Musiker von "GenRosso", die aus allen Teilen der Erde stammen, werden an zwei kreativen Workshop-Tagen das Stück mit den Schülern einstudieren. Die Beteiligung der Schüler ist ganz unterschiedlich: Sie können z.B. eine Tanzeinlage bringen, ein Musikinstrument spielen oder am Mischpult an der Gestaltung der Lichtshow mitwirken.

Lernen, Konflikte anders zu lösen

Scharnhorst biete viele Anknüpfungspunkte für das Thema, erläutert Lehrer Ralf Paust, Abteilungsleiter der Jahrgangsstufen 8-10. "Den Stadtteil nennen viele Schüler ein Ghetto. Es gibt Schülerbanden, Gewalt und Vorurteile sind da, die Gewalt ist oft verbal oder unterschwellig."

Ziel des Projektes vom 21. bis 23.  März sei es, dass die Schüler andere Formen der Konfliktbewältigung lernen und Selbstbewusstsein entwickeln, so Schulleiter Heinrich Jost. Das Musical füge sich in den Schulschwerpunkt des "sozialen Lernens" gut ein.

21 Nationen an der Gesamtschule vereint

Dies ist zentral für eine Schule, an der 21 Nationen vertreten sind und die Schüler ganz unterschiedliche kulturelle Hintergründe haben. Für die Mitwirkung seiner Schützlinge ist der Schulleiter optimistisch: "Sie können viel mehr, als sie sich zutrauen."

Ganz wichtig sei es, nicht moralisierend oder belehrend daher zu kommen, erklärt Detlef Herbers, stellvertretender Direktor des Sozialinstituts Kommende, das der Träger des Projektes "Stark ohne Gewalt" ist.

Seminar: "Stark im Beruf"

Das Muscial solle ein "emotionales Erlebnis" für die Schüler sein. Wer mag, dem bietet die Kommende auch das Seminar "Stark im Beruf" an.

 

erschienen in den Ruhr Nachrichten am 05.03.2011 von Uwe Brodersen

 

 

Plakat Streetlight 2011

Sozialinstitut Kommende Dortmund
 
Suche auf der Homepage  
 
 
 
Praktika in der Kommende

 
Unternehmerpreis 2012
 
Amosinternational
AMOSinternational
 
Osteuropa-Forum
 
k.punkt. Das Magazin
 
Kommende-Stiftung