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Abschlusszertifikate der Sozialakademie „Europa eine Seele geben“ verliehen

Bericht. Generalvikar Alfons Hardt hat 22 Seminaristen aus Ost- und Mitteleuropa die Abschlusszertifikate der Sozialakademie „Europa eine Seele geben“ überreicht. Die jungen Männer, die an der fünfwöchigen sozialethischen Schulung teilnahmen, kamen in diesem Jahr aus Lettland, der Slowakei, Tschechien, Ungarn, Polen, Rumänien und Deutschland. Die Kommende Dortmund, das Sozialinstitut des Erzbistums Paderborn, führte die Sozialakademie zum vierten Mal durch.

„Ich hoffe, Sie nehmen viele wahre Eindrücke von der Kirche in Deutschland mit“, sagte Generalvikar Hardt anlässlich der Zertifikatsverleihung. Weiterhin betonte er die Bedeutung, die der christliche Glauben für die Zukunft Europas haben könne: Er sei eine Einheit stiftende Kraft und damit jene „Seele“, die die Sozialakademie in ihrem Titel trage: „Europa eine Seele geben“. Abschließend ermutigte er die künftigen Priester dazu, sich in ihren Ländern in den Dienst dieser Einheit stiftenden Kraft zu stellen.

Zielsetzung der Sozialakademie ist es, die Seminaristen angesichts der politischen und sozialen Umbrüche in ihren Ländern für die gesellschaftliche Verantwortung der Kirche zu sensibilisieren. In manchen Ländern ist die sozialethische Ausbildung im Theologiestudium aufgrund der langjährigen Unterdrückungssituation nur rudimentär entwickelt. Die große Nachfrage nach der Sozialakademie belegt den Bedarf und das Interesse an sozialethischen Fragen in den osteuropäischen Ortskirchen.

Nach Abschluss der Sozialakademie begleitet die Kommende die Absolventen in regelmäßigen Alumni-Treffen weiter. So ist in kurzer Zeit ein internationales Netzwerk von zukünftigen Priestern entstanden, die sich für die soziale Gestaltung eines vereinigten Europas engagieren.

Zum ersten Mal fand die Sozialakademie in diesem Jahr außerhalb Dortmunds statt: Die Seminaristen waren im Haus Maria Immaculata in Paderborn untergebracht. Die Kommende verschickt jährlich Einladungen für die Schulung an die Ortsbischöfe Ost- und Mitteleuropas. Die Regenten der Priesterseminare wählen dann geeignete Kandidaten aus. Teilnehmen können Theologiestudenten ab dem dritten Studienjahr, Voraussetzung ist eine gute Kenntnis der deutschen Sprache.

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