Sans Papiers. Der Umgang mit aufenthaltsrechtlicher Illegalität in NRW
Vortrag und Diskussion im Rahmen der Nordrhein-Westfälischen Migrationsgespräche in Dortmund
veranstaltet von der Auslandsgesellschaft NRW
am:
4.6.2012 um 18 Uhr
Ort:
Auslandsgesellschaft NRW e.V.
Steinstraße 48
D-44147 Dortmund
Inhalt:
Ein gesellschaftliches Tabu: Menschen ohne Aufenthaltspapiere.
Erst die Kirchen und andere gesellschaftliche Gruppen machten die Schicksale von ‚Statuslosen’ in Deutschland um die Jahrtausendwende der Öffentlichkeit bekannt. Die Politik reagiert seit Ende 2009 auch mit konstruktiven Instrumenten bei der Gestaltung dieses schwierigen Politikfeldes. Politische, wirtschaftliche und humanitäre Gründe sprechen weiterhin für erhebliche Reformen der derzeitigen Gesetzeslage.
Um diese Reformen zu konkretisieren stellt der Referent die Schattenwelt der bis zu 1,3 Millionen ‚Statuslosen’ in Deutschland vor und geht im besonderen auf die Situation in Nordrhein-Westfalen ein. Wer ‚Statuslose’ nur als Notleidende betrachtet, lernt unternehmerisch erfolgreiche ‚Statuslose’ kennen. Wer glaubt, in Deutschland hätten alle Menschen selbstverständlichen Zugang zu den Menschenrechten, sieht sich mit schier unglaublichen Notlagen konfrontiert.
Ausgehend von dieser Analyse entwickelt der Referent eine klare gesellschaftsethische Position, die Menschenrechte und nationale Souveränität gleichermaßen bedenkt. Welche Folgen hätten solche Reformen für die Gesellschaft? Das sorgfältige Abwägen dieser Auswirkungen deckt manche Irrationalität populärer Meinungen und der aktuellen Politik auf.
Referent: Dr. Andreas Fisch ist Dozent für Wirtschaftsethik in der Kommende Dortmund, dem Sozialinstitut des Erzbistums Paderborn. Er hat über humanitäre und wirtschaftliche Aspekte illegaler Migration am Lehrstuhl für Christliche Sozialwissenschaften bei Professor Dr. Dr. Karl Gabriel promoviert und mehrfach an Universitäten in NRW (Münster, Bochum, Dortmund) und darüber hinaus zu diesem Thema Lehraufträge wahrgenommen.





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