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Unternehmerpreis 2016 Preisträger: Textilunternehmen Maas Natur GmbH, Gütersloh

Ich freue mich, Ihnen als Preisträger des Unternehmerpreises 2016 „erfolgreich nachhaltig“ die Firma Maas aus Gütersloh vorzustellen. Geschäftsführer Reinhard Maas, herzlich willkommen.

Die Firma Maas Natur handelt seit 30 Jahren mit Naturtextilien, die größtenteils von eigenen Mitarbeitern entworfen und von ausgewählten Firmen für sie produziert werden. Der Verkauf der Naturtextilkollektionen findet sowohl über Saisonkataloge als auch über den Online-Handel statt, ergänzt durch 9 Ladengeschäfte im Stammhaus Gütersloh, in Bielefeld, Münster, Oldenburg, Hamburg, Frankfurt, Hannover und Berlin; derzeit arbeiten 140 Mitarbeitende bei der Maas Naturwaren GmbH, darunter 4 Auszubildende sowie ein Praktikumsplatz für Menschen mit Benachteiligung.

In einer global vernetzten Welt lässt sich das wirtschaftsethisch Wünschenswerte nicht mehr durch den Appell an eine Regierung oder einen Unternehmensinhaber umsetzen. Eine ganze Kette an Verantwortlichen bei der Rohstoffgewinnung über Transport und Verarbeitung bis zu Produktion und Handel erstreckt sich über den Globus. Die schrecklichen Ereignisse in Bangladesch 2013 mit über tausend toten Textilarbeiterinnen bei Bränden und Einstürzen von Gebäuden der Textilindustrie, stehen uns immer noch erschreckend vor Augen. Von Billigstanbietern bis zu so genannten „Edelmarken“, wurde und wird dort produziert. Die Verantwortung für die Zustände in den Produktionsstätten ist auf Subunternehmen und Zulieferer abgeschoben worden und harrt bis heute einer umfassenden Regelung.

Maas Natur überzeugt dagegen durch eine vorbildlich wahrgenommene Verantwortung auch für die Produktion und Zulieferer im Textilhandel und zwar auf allen drei Stufen der Herstellung (Rohstoffgewinnung, Verarbeitung der Rohstoffe, Konfektionierung). Das Fundament für diese unternehmerischen Entscheidungen besteht aus den vier Prinzipien ökologische und soziale Verantwortung, Gesundheit und Qualität. T-Shirts, Hosen, Kleider, die wir auf unserer Haut tragen und das eigene Erscheinungsbild nach außen prägen, sollen auch von ihren inneren Werten her ansehnlich sein, nämlich ökologisch einwandfrei und unter fairen sozialen Bedingungen hergestellt.

Ökologisch zu sein bedeutet, dass außer bei wenigen Ausnahmen, wo die Funktion einen Anteil an Kunstfasern erfordert, stets Fasern aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) oder Tierhaltung (kbT) etwa bei Schafwolle eingesetzt werden.

Faire soziale Bedingungen umzusetzen bedeutet, dass Maas Kinderarbeit und unwürdige Arbeitsbedingungen ausschließt und hauptsächlich in zertifizierten und Maas selber persönlich bekannten Betrieben in Deutschland und im europäischen Ausland, vornehmlich im türkischen Izmir, produzieren lässt; nach dem weltweit anerkannten Global Organic Textile Standard (GOTS)-Standard zertifiziert. Die jährliche Inspektion des anerkannten Zertifizierers IMO aus der Schweiz, eine Mitarbeiterin vor Ort sowie 4 Mal jährliche Besichtigungen der Produktionsstätten durch die Maas Design/Einkaufabteilung runden die Qualitätssicherung ab.

Vor der Konfektionierung muss die Baumwolle jedoch gesponnen, gewebt, gefärbt und veredelt werden. Dies findet im Umkreis von 150 km rund um Izmir in der Türkei statt. Selbst beim Transport wird durch kluge Planung Treibstoff gespart und vornehmlich Schiffe und die Bahn verwendet; LKWs kommen nur auf dem Weg in die Filialen zum Einsatz. Das bei konventionellen Produktionen übliche Verfahren, Halbfertigwaren rund um den Erdball zu schicken, wird bewusst vermieden.

Doch wo stammt die Baumwolle her? Auch die Herstellung eines so komplexen Produkts wie einem Kleidungsstück beginnt bei der Gewinnung der Rohstoffe. Maas lässt auch bei den von seinem Unternehmen verwendeten Rohstoffen ökologische und soziale Sorgfalt walten. Die Sozialkriterien der Zertifikate definieren sich nach den ILO-Kernarbeitsnormen wie zum Beispiel Verbot von Zwangsarbeit und Gewährung von Arbeitsschutz etc. Vorbildlich ist bei Maas Naturwaren darüber hinaus, dass die eigenen Werte und Ansprüche auch an die weiterverarbeitenden Unternehmen und Subunternehmen angelegt werden.

Und das spiegelt sich auch im unternehmerischen Erfolg wider. Müssen denn Produkte, die sich mit reinem Gewissen kaufen lassen, so teuer wie die so genannten „Edelmarken“ sein, die vor allem auf einen hohen Werbeetat für die Markenbildung beim Konsumenten Wert legen? Nicht unbedingt! Auch die Preisgestaltung ist bei Maas Natur fair - damit hochwertige, ökologisch und sozial einwandfreie Kleidung kein Luxusgut wird. Am besten überzeugen Sie sich im aktuellen Katalog selbst, ob auch Ihnen beim Preis Fairness widerfährt!

Gut, dass die Verbraucher und Verbraucherinnen nach den schrecklichen Ereignissen in Bangladesch aufmerksamer für die Arbeitsbedingungen geworden sind.

Gut, dass es solche verantwortungsbewussten Unternehmen wie Ihres, Herr Maas, da schon gegeben hat! Weiterhin viel Erfolg!

Und zum Unternehmerpreis 2016 meinen herzlichen Glückwunsch!

Frank Passon/Kommende Dortmund Einen Teil des Gewinns lässt das Unternehmen durch Spenden für konkrete Hilfe nützlich werden, zum Beispiel für die Inklusion von schwer vermittelbaren und benachteiligten Menschen ins Berufsleben und in die Arbeitswelt, oder ein ausgewogenes Frühstück für Schulkinder, oder ein Schneider-Projekt in Kenia, damit junge Menschen sich in Afrika beruflich entwickeln können, um – so Maas – „für sich und ihre Familien sorgen und eine Zukunft aufbauen können“.

Darüber hinaus ist Maas Gründungsmitgliedern des IVN (Internationaler Verband Naturtextilien).

Reden und Laudatio auf dem 10. Unternehmertag 2016

Preisverleihung im Film zum 10. Unternehmertag auf youtube.de

Vorstellung des Preisträgers im k.punkt. Magazin der Kommende 1/2016, S. 5

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