Standort Landesgrenze
Wo bisher ein Maschendrahtzaun die Städte Konstanz und Kreuzlingen trennte und die Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz – zugleich eine Aussengrenze der Europäischen Union – markierte, ist die erste Kunstgrenze der Welt entstanden. Erstmals wird ein Grenzverlauf zwischen zwei Ländern durch Kunstwerke sichtbar gemacht.
Die Kunstgrenze hat aus einer trennenden Grenze eine verbindende Grenze gemacht. Sie ist ein Symbol der guten Nachbarschaft zwischen zwei Städten und zwei Ländern. 16 der insgesamt 22 Skulpturen stehen exakt auf der Grenzlinie, je drei Skulpturen auf deutschem und Schweizer Boden. Der „Magier“ der sich aus dem Wasser erhebt, macht den Grenzverlauf bis in den Bodensee hinein sichtbar.
Die Kunstgrenze ist eine Schenkung der Johannes Dörflinger-Stiftung an die Städte Konstanz und Kreuzlingen im Jahr 2007.
www.doerflingerfoundation.org
Die Skulpturen
Die Skulpturen tragen die Namen der „Grossen Arkana“ – der Trümpfe – des Tarot. Sie symbolisieren die Bedingungen der menschlichen Existenz. Die insgesamt acht Meter hohen Skulpturen der Kunstgrenze bestehen aus rostfreiem Edelstahl. Durch einen besonderen
Farbauftrag changiert die metallisierend – rötliche Farbe- je nach Lichteinfall – von einem hellen Rosa bis zu einem dunklen Violett. Ein eigens entwickeltes Lichtkonzept verleiht der Kunstgrenze ein unterschiedliches „Tag- und Nachtgesicht“.
Die Texte stammen von Siegfried Gohr und Bettina Rosenburg (jeweils oberer bzw. unterer Text).





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