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Ohne Sozialunion keine EU – wie müsste der Neustart aussehen?

 

privat Am Donnerstag, den 14. September ist der Wirtschafts- und Sozialethiker Friedhelm Hengsbach SJ erneut in der Querdenker-Reihe zu Gast. Ab 19.30 Uhr stellt er sich den Fragen von Richard Geisen und der Diskussion mit dem Publikum. Hengsbachs neues Buch trägt den Titel: „Was ist los mit Dir Europa? Für mehr Gerechtigkeit, Frieden und Solidarität!“ Auf dem Hintergrund einer schonungslosen Analyse derzeitiger Zerfallserscheinungen geht es ihm um den demokratischen Umbau und Neustart in Richtung Sozialunion. Wir fragen nach:

  • Was sind die wichtigsten Krisensymptome der EU? Wo liegen die tieferen Ursachen und warum kommt es gerade jetzt zum unübersehbaren Auseinanderdriften?
  • Warum kommt die Währungsunion auch zehn Jahre nach der Finanzmarkkrise nicht in ruhige Fahrwasser? Worin besteht das Krisenmanagement der Eurostaaten? Was fehlt?
  • Woraus lässt sich der Anspruch ableiten, dass die EU auch eine Sozialunion sein muss? Geht es in den europäischen Verträgen nicht von Anfang an ausschließlich um die wirtschaftliche Seite?
  • Gibt es heute bereits so etwas wie ein europäisches Sozialmodell? Worin besteht es? Was muss hinzukommen und wie ließe sich das bewerkstelligen?
  • Wer sind die hauptsächlichen Bremser auf dem Weg zu einer Sozialunion? Welche Rolle spielen unterschiedliche Wirtschaftsinteressen? Was sind Folgen des Drangs zu nationaler Profilierung?
  • Warum ist gerade jetzt ein radikaler Umbau fällig? Mit europäischer Verfassung und einem souveränen Parlament? Wie lässt sich das bisherige Institutionen-Wirrwarr und Kompetenzgerangel auflösen?
  • Wie realistisch sind Ulrike Guérots Vorstellungen von einer Europäischen Republik? Ein politisch einheitliches Europa mit starken vernetzten Regionen – bleibt das vorläufig eine schöne Utopie?
  • Gerechtigkeit, Frieden und Solidarität: Was ist für die EU konkret gemeint? Was ist bereits erreicht und was fehlt? Welche sozialstaatlichen Elemente lassen sich überhaupt auf EU-Ebene verankern?
  • Wie will/soll ein soziales Europa zukünftig mit Asyl- und Schutzsuchenden umgehen? Lassen sich die Tendenzen zu wachsendem Nationalismus und rigider Abschottung eindämmen? Wie berechtigt sind andererseits die Ängste um Wohstandsverluste in Europa?

Dr. Friedhelm Hengsbach SJ ist Mitglied des Jesuitenordens. Er studierte Theologie, Philosophie und Wirtschaftswissenschaften. Zwanzig Jahre lang war er Professor für Wirtschafts- und Gesellschaftsethik an der Jesuitenhochschule St. Georgen in Frankfurt und Leiter des dortigen Nell-Breuning-Instituts. Bis heute ist er in seinen Schriften, Interviews und Vorträgen ein unermüdlicher Kommentator und Ideengeber zu sozialpolitischen Fragen der Zeit.

Die Teilnahme am Interview-Abend mit Friedhelm Hengsbach ist kostenfrei.

Wir bitten um Anmeldung: telefonisch (0231 206050) oder per Mail: kister@kommende-dortmund.de.

 

Herzliche Einladung!

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