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„America first? Herausforderungen für deutsche Unternehmen!"

„America first“ – die Hoffnung, dass nach dem populistischen Wahlkampf die Vernunft den neuen US-Präsidenten wieder einholt, ist früh bitter enttäuscht worden. Mit rastlosem Tempo versucht Donald Trump seine Wahlversprechen in die Tat umzusetzen.

Welche Folgen dies für die deutsche Wirtschaft hat, diskutierte das sehr gut besuchte Kommende – Forum „America first? Herausforderungen für deutsche Unternehmen!“. Als Gesprächspartner eingeladen waren dazu der stellv. Hauptgeschäftsführer der IHK zu Dortmund, Wulf-Christian Ehrich sowie Prof. Dr. Henrik Müller vom Institut für Journalistik der TU Dortmund.

Wulf-Christian Ehrich stellte dar, wie eng die Wirtschaft im östlichen Ruhrgebiet mit den USA verflochten sind. Die USA waren und sind ein wichtiger Handelspartner – und zwar wechselseitig für deutsche und amerikanische Firmen. Er warnte vor voreiliger Schwarzmalerei. Allerdings sei bei den Unternehmen momentan eine gewisse abwartende Haltung zur Entwicklung der Beziehungen mit den USA zu erkennen. Eine Gefahr der neuen amerikanischen Wirtschaftspolitik sieht Ehrich für die Welthandelsebene und die WTO. Die USA streben eine Strategie der Regio-Globalisierung an und stellen damit das eingespielte Welthandelssystem in Frage. Ein Gutes, so Ehrich etwas ironisch, hätte der neue Präsident: Die Bedeutung des Freihandels kommt wieder deutlicher in das Bewusstsein. Dass wäre aber auch das einzig Gute.

Prof. Dr. Henrik Müller verwies zu Beginn seines Statements auf die Zyklen der Globalisierung seit dem 19. Jahrhundert. In gewisser Weise gibt es Parallelen des gegenwärtig aufkeimenden Wirtschaftsnationalismus mit der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Ein neues verstärkendes Element im populistischen Nationalismus seien die neuen sozialen Medien - ein Zusammenhang, der mehr beachtet werden müsse. Nationalismus lasse sich dabei als ein weltweites Phänomen beobachten. In der Wirtschaft verteilten sich die Wohlstandszuwächse uneinheitlich. Die weltweite „kulturell-ökologische-mediale Vernetzung“ bleibe aber bei allen nationalistischen Abgrenzungen erhalten. Viele Aussagen des neuen Präsidenten seien immer noch von Wahlkampfrhetorik geprägt. Konkrete belastbare Aussagen sind schwer auszumachen. Insofern ist es auch schwer, die wirtschaftlichen Folgen der Regierung Trump abzuschätzen. Nach Einschätzung von Müller wird sich Trump, solange die US-Wirtschaft läuft, auf das Zelebrieren der Macht beschränken. Es wird ihm eher um das Verkaufen von Politik als um substanzielle Fakten gehen. Ersichtlich wird das nach Müller daran, dass Trump bis zum heutigen Zeitpunkt immer wieder die Massen seiner Anhänger suche. Komme es aber zu einem wirtschaftlichen Abschwung und wenden sich seine Anhänger von ihm ab, könnte es ungemütlich werden. Konflikte mit anderen Wirtschaftsnationen und mit der Fed (Federal Reserve System) wären dann vorprogrammiert.

In der Diskussion zeigte sich einerseits, dass man sich nicht aus der globalen Welt verabschieden kann. Gleichzeitig wachsen in der übersichtlichen Welt Unsicherheiten und Ängste, die populistische Nationalismen mit Hilfe der neuen Medien ausnutzen. Die USA bleiben schon angesichts der wirtschaftlichen Größe ein wichtiger Markt und Handelspartner. Der weltweite Handel hänge aber auch an der Wirtschafts- und Finanzpolitik der USA ab, weil der US-Dollar unumstritten die Leitwährung sei. Auf die Frage, warum dies so sei, antwortet Müller lapidar: „Dies ist eins der großen Rätsel in der Volkswirtschaft.“

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