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Querdenker im Interview - Halbjahresprogramm 1-2016

Zu Gast ist Claudia Pinl. Hier die Informationen zu allen Terminen und Themen sowie zu den eingeladenen QuerdenkerInnen im 1. Halbjahr 2016:

Donnerstag, 28. Januar 2016: Reinhard Loske

Nachhaltigkeitswende – Wohlstand ohne Wachstum?

 Dr. rer. pol. Reinhard Loske lehrt als Professor für Nachhaltigkeit und Transformationsdynamik an der Universität Witten/Herdecke. Angesichts von Umweltkrisen und Klimawandel vertritt er die These, dass nur noch arme Staaten wirtschaftlich wachsen sollten. Gescheitert sei der Versuch, Wachstumsschäden durch bessere Technik, durch geringeren Ressourcen- und Energieeinsatz wettzumachen. Sein neues Buch aus dem S. Fischer Verlag trägt den Titel: „Politik der Zukunftsfähigkeit. Konturen einer Nachhaltigkeitswende". Wir fragen nach beim ehemaligen Politiker und Umweltsenator in Bremen: Wie sieht diese Wende in der Praxis aus? Welche politischen Grundsatzentscheidungen sind besonders dringlich? Wo beginnt die Wende im Handeln der Bürger? Ist die Einschränkung persönlicher Freiheiten unumgänglich? Welche Zukunftsbilder können handlungsleitend sein? Geht es um die Befreiung von Wohlstandsballast oder doch um den Verlust von Lebensqualität?

 

Donnerstag, 25. Februar 2016: Claudia Pinl

Warum für Arbeit bezahlen, wenn Ehrenamtliche sie umsonst verrichten? – Über die Ausbeutung von Ehrenamt und Gratisarbeit

Claudia Pinl war Rundfunkjournalistin, Korrespondentin der taz, Bundestagsmitarbeiterin der Grünen. Heute arbeitet sie als Buchautorin, Kommunalpolitikerin und in weiteren Ehrenämtern. 2013 erschien ihr Buch „Freiwillig zu Diensten? Über die Ausbeutung von Ehrenamt und Gratisarbeit“. Seitdem ist die Unverzichtbarkeit des Ehrenamtes noch augenfälliger geworden, vor allem angesichts der Flüchtlingssituation. Wir fragen nach: Was gibt es auszusetzen an einem breiten und freiwilligen bürgerschaftlichen Engagement? Macht es nicht gerade das freundliche Gesicht einer Gesellschaft aus? Was wird gleichwohl verdeckt durch die Freude darüber? Wo darf sich professionelles staatlich finanziertes Engagement nicht zurückziehen zugunsten von Gratisarbeit? Freiwillige als Ausputzer der Nation? Welche Unterscheidungen und welche politischen Entscheidungen sind gefordert?

 

Donnerstag, 28. April 2016: Dagmar Hühne

Lebensversicherungen und Privatrenten – untauglich für eine sichere Altersvorsorge?

Dagmar Hühne, Altersvorsorgeexpertin, langjährige ARD-Journalistin und Mitautorin des Spiegel-Bestsellers Die Vorsorgelüge“ klärt in zahlreichen Vorträgen, Sendungen und Veröffentlichungen auf über Altersarmut, Rente und private Vorsorge. Ihr aktuelles Buch (mit H. Balodis) trägt den provozierenden Titel: „Garantiert beschissen! Der ganz legale Betrug mit den Lebensversicherungen.“ Wir fragen nach: Was steckt hinter der Kritik an der Lebensversicherungsbranche? Warum werden Geschäftemacherei und Berechnungstricks der privaten Renten- und Lebensversicherer erst jetzt bekannt? Wo liegt der Pferdefuß bei den Riester- und Rürup-Renten? In welchem Ausmaß gibt es Gewinner und Verlierer bei der zunehmenden Privatisierung der Altersvorsorge? Was schützt gegen Altersarmut – individuell und gesamtgesellschaftlich? Welche Rolle spielen Gesetzgeber und Aufsichtsbehörden?

 

Donnerstag, 30. Juni 2016: Matthias Burchardt

Akteure ohne Mandat – Internationale Organisationen und private Stiftungen machen Bildungspolitik

Dr. phil. Matthias Burchardt lehrt und forscht an der Uni Köln im Institut für Bildungsphilosophie. Er ist Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Wissen und Bildung. Seine Kritik an der gegenwärtigen Bildungspolitik, vor allem aber an den bildungspolitischen Aktivitäten der Bertelsmann-, Telekom- und Bosch-Stiftung lässt an Schärfe nichts zu wünschen übrig. Die „Bildungstroika bläst zum Angriff“ titelt er auf der GBW-Website. Wir fragen nach: Was haben die vielen Reformen des PISA- und Bologna-Zeitalters gebracht? Um welche weiteren Bildungsreformen geht es zurzeit? Was sind die wichtigsten Ziele? Welches Bildungsverständnis steckt dahinter? Was geht verloren? Wie ist der länderübergreifende Einfluss der Stiftungen auf die Bildungspolitik entstanden? Wie hängt die Macht der Stiftungen zusammen mit den Interessen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD)?

Donnerstag, 07. Juli 2016: Christian Herwartz SJ

Der Straße verbunden – ehemaliger Arbeiterpriester engagiert sich für Flüchtlinge und andere Menschen in Not

Christian Herwartz, Priester und Jesuit, bis zur Verrentung als Dreher in der Elektroindustrie beschäftigt, vielfach engagiert gegen Machtmissbrauch und Ausgrenzung. Seit mehr als 35 Jahren lebt er in der von ihm gegründeten und mittlerweile weit über Berlin hinaus bekannten Wohngemeinschaft in der Naunynstraße in Kreuzberg. Auch mit 72 Jahren teilt Pater Herwartz sein Zimmer mit anderen Bewohnern und wechselnden Gästen, die vorübergehend ein Obdach suchen. Die Tür zur Straße bleibt immer offen in dieser WG, niemand wir nach seiner Herkunft gefragt. Herwartz engagiert sich politisch und in der direkten Begegnung für Flüchtlinge und anderen, gesellschaftlich wenig geduldete Menschen. Wir haben Gelegenheit ihn zu befragen: nach seinem Lebenswerk und den treibenden Motiven, nach Niederlagen und Erfolgen, nach seinem kritischen Blick auf die Schattenseiten des Kapitalismus, nach seinen Erfahrungen mit Justiz und Grenzverletzungen.

Wie immer wird DKM Simon Daubhäußer die Abende durch kleine musikalische Denkpausen bereichern.

Herzliche Einladung! Immer Donnerstags, immer von 19.30 Uhr bis 22.00 Uhr.

 

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