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„Eine globale Welt fordert eine globale Finanzpolitik“

9. Unternehmertag „Erfolgreich nachhaltig“ der Kommende

Erzbischof Hans-Josef Becker mit den Referenten des Unternehmertages Ulrich Leitermann (1. v.l.) und Steffen Kampeter, MdB (4. v.l.).

Ein kurzer Blick in die Tageszeitungen genügt: Gerade in diesen Wochen schlägt die Stunde der europäischen Finanzpolitik. Der 9. Unternehmertag, veranstaltet von der Kommende Dortmund, dem Sozialinstitut des Erzbistums Paderborn, in Zusammenarbeit mit der Bank für Kirche und Caritas, Paderborn, und dem Bund Katholischer Unternehmer, griff auch in diesem Jahr ein brandaktuelles Thema auf: Wie können in Europa die Stabilität der Märkte und das Vertrauen in Politik und Wirtschaft wieder zurückkehren?

In seinem engagierten Willkommensgruß plädierte der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker für eine redliche und ehrliche Finanzpolitik, die sich an Gemeinwohl und Gerechtigkeit ausrichten müsse. Zu dieser Redlichkeit gehöre auch, dass finanzpolitische Entscheidungen für alle Bürgerinnen und Bürger durchschaubar und nachvollziehbar seien. In diesem Zusammenhang zeigte er Verständnis für die breite kirchliche Zustimmung zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer. Sie sorge für eine angemessene Beteiligung des Finanzsektors an gesamtgesellschaftlichen Kosten, denn eine globale Welt fordere eine globale Finanzpolitik.

Einer der wesentlichen Akteure für eine europäische Finanzpolitik inmitten der globalen Herausforderungen ist das Bundesfinanzministerium. Steffen Kampeter, Parlamentarischer Staatssekretär und Mitglied des Bundestages, forderte in seinem Hauptvortrag nichts weniger als eine Neubegründung der Finanzpolitik. Weil die Menschen angesichts großer gesellschaftlicher Unsicherheiten viel Vertrauen in das finanzpolitische System verloren hätten, müsse die Politik gute Rahmenbedingungen schaffen: Stabilität der öffentlichen Haushalte, Fairness im Steuersystem sowie Vertrauen in das Kreditwesen des Finanzsystems. Dies impliziere laut Kampeter auch eine gemeinsame europäische Bankenaufsicht und eine europaweite Übermittlung von Daten im Kampf gegen Steuerhinterziehung.

Aufmerkame Zuhörer beim engagierten Grußwort des Erzbischofs.

 In seinem Antwortvortrag verwies Ulrich Leitermann, Vorsitzender der Vorstände der SIGNAL IDUNA Gruppe, auf ein Gerechtigkeitsdefizit in Fragen der Verteilung von Steuern und Abgaben, das seine Ursache in einer unzureichend abgestimmten globalen Finanzpolitik habe: Während kleine und mittelständische Unternehmen ihren Beitrag zur Finanzierung des Gemeinwesens über Steuern beitrügen, gäbe es für Großkonzerne immer noch Schlupflöcher.

Die spannenden und kontroversen Vorträge, die von den Zuhörern mit großer Aufmerksamkeit verfolgt wurden, führten eindringlich die schwierigen Spannungsfelder vor Augen, in denen sich das deutsche Finanzsystem verortet. Wie in den vergangenen Jahren blieb den Teilnehmern des Unternehmertages auch dieses Mal Zeit zur Diskussion und zum Erfahrungsaustausch untereinander. Die gelungene Veranstaltung schlug den weiten Bogen von der oftmals pragmatischen globalen Politik bis zur regionalen Umsetzung wertorientierten Unternehmertums.

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