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Dienstgemeinschaftstag 2014 "Menschlichkeit mit Wirtschaftlichkeit verbinden!?"

für kirchliche Dienstgeber/innen und Mitarbeitervertreter/innen

Donnerstag, 27. November 2014, 9:15 bis 16:00 Uhr

Kirchliche Einrichtungen stehen im Wettbewerb mit anderen konfessionell geprägten Einrichtungen genauso wie mit säkularen Einrichtungen. Der Wettbewerb wird vor allem im Niveau der Leistungen und im Preis entschieden. Gerade die Anforderungen knapperer Ressourcen erhöhen die Anforderungen an die Wirtschaftlichkeit, nicht selten mit höheren Belastungen für Mitarbeitende und Leitung. Lässt sich Menschlichkeit mit Wirtschaftlichkeit verbinden? Denn werden Fachkräfte zunehmend zur knappen Ressource gewinnt der Umgang mit Mitarbeitenden an Bedeutung.

Kirchliche Einrichtungen müssen sich an Vorbildern messen lassen, sich aber auch von abschreckenden Beispielen abgrenzen. Gerade darum scheint es angebracht, sich zwischen Dienstgeber/inne/n und MAVen über Gestaltungsräume und Schwierigkeiten in diesem Feld zu verständigen.

Zu einer solchen Verständigung bei fünf kontroversen Themen zur Wirtschaftlichkeit möchte dieser Dienstgemeinschaftstag beitragen.

Programm zum Download

Die Vorträge am Vormittag:

Arbeiter im Reich Gottes, Familienmensch, Kostenfaktor. Werden kirchliche Dienstnehmern anders behandelt?
Josef Lüttig, Diözesan-Caritasdirektor im Erzbistum Paderborn


Werkvertragsarbeit, Arbeitnehmer-Überlassung & Outsourcing in der Kirche?

Dr. Friedhelm Hengsbach, Prof. em. für Christliche Gesellschaftslehre, Ludwigshafen

Dr. Benedikt Jürgens Verabschiedet werden aus der Dienstgemeinschaft. Sind Entlassungen bei Kirche tabu?
Dr. Benedikt Jürgens, Geschäftsführer der PEAG HR GmbH, die Unternehmen in Personalfragen berät

Die Arbeitsgruppen am Nachmittag:

AG1             Dienstnehmer mehr als ein Kostenfaktor?
- Martin Schenk, Vors. der DiAG MAV Paderborn
- Klaus Bathen, Kath.Hospitalverbund Hellweg gGmbH
Moderation: Tobias Rödel, Hagen

Stichworte: Mitarbeitende fühlen sich bisweilen eher als Kostenfaktor denn als Mitarbeitende wahrgenommen. Wie lassen sich das Erleben im Betrieb und der alltägliche Umgang von Mitarbeitenden und die notwendige betriebswirtschaftliche Rechnung in Einklang bringen?

 

 

AG2             Familienfreundlichkeit, Gesundheitsangebote, Burn-out-Prävention als Forderungen insbesondere an kirchliche Unternehmen
- Barbara Sobotta, DiAG-Vorstand; MAV-Vors., Castrop-Rauxel
- Klaus Kruse, Salvator-Kolleg Hövelhof
Moderation: Wolfgang Herz, Hagen

Stichworte: An Kirchen wird ein hoher Anspruch gelegt, ihre Mitarbeitenden schon aufgrund des christlichen Menschenbildes „ganzheitlich“ wahrzunehmen und entsprechend zu behandeln. Sind Familienfreundlichkeit, Gesundheitsangebote, Burn-out-Prävention und andere Angebote dieser Art eine angemessene Verwirklichung dieser Dimension? Gibt es sie in der Realität der Einrichtungen systematisch oder eher sporadisch? Kommt es zu Konflikten mit einem reibungslosen Ablauf im Betrieb, wenn viele dieser Ansprüche beachtet werden? Wer finanziert die familienfreundlichen Angebote, insbesondere in refinanzierten (oft unterfinanzierten) Bereichen? Werden dafür Kirchensteuerzuschüsse bereitgestellt?

 

 

AG3             Arbeitsorganisation als Konflikt: Dienstplan und Krankheitsvertretung zwischen sachlicher Notwendigkeit und gefühlter Gängelung?
- Martin Bauer, DiAG-Vorstand, MAV-Vors., Hamm
- Christian Bambeck, Vorstand Caritas Büren gGmbH
Moderation: Alexander Schlotmann, Fröndenberg

Stichworte: Wie werden Konflikte in der Arbeitsorganisation (auch zu Dienstanweisungen, Schichtdiensten usw.) im Ablauf und inhaltlich fair entschieden? Welche Zumutungen sind unvermeidlich? Wie kann vermittelt werden, welche Notwendigkeiten bestehen und wann Gängelung mehr als ein Gefühl ist? Wie werden Einzelinteressen und das Interesse am funktionierenden Betrieb (Dienstleister) abgewogen?

 

 

AG4             Verabschiedet werden aus der Dienstgemeinschaft. Sind Entlassungen bei Kirche ein Tabu?
- Lutz Villwock, DiAG-Vorstand, MAV, Siegen
- Detlef Müller, Gemeindeverband Hochstift Paderborn
Moderation: Stefan Welzel, Hagen-Hohenlimburg

 

Stichworte/Fragen: Gehört zum guten Umgang mit Mitarbeitenden der prinzipielle Wegfall der Entlassungsmöglichkeit? Oder müssen kirchliche Einrichtungen fachlich ungeeignete Mitarbeitende sogar entlassen, weil der eigentliche Auftrag (Pflege, Gesundheitsversorgung, Bildung,…) sonst gefährdet wird? Oder machen Kirchen durch bestimmte Hürden und der Art und Weise bei der Entlassung Unterschiede? Wird den Leistungsträgern durch die Vermeidung von Entlassungen eine unzumutbare Last aufgebürdet Steht hinter der „Vermeidung von Entlassungen“ fehlender Mut der Dienstgeber, Fehlverhalten zu thematisieren und Konflikte auszutragen? Wollen Dienstgeber durch die Beschäftigung von Low-Performern „gute Werke“ (Caritas) tun?
Hinweis: Das Thema sollten nicht Entlassungen aus Verstößen gegen die Loyalitätspflichten kirchlicher Art sein, sondern Entlassungen aus wirtschaftlichen, fachlichen usw. Erwägungen bzw. Entwicklungen.

 

 

AG5             Werkvertragsarbeit, Arbeitnehmer-Überlassung und Outsourcing – vereinbar mit der Dienstgemeinschaft?

- Referent: Dr. Raphael Ehrlich; Jurist, Buch „Dienstgemeinschaft und Arbeitnehmerüberlassung“ (2013)
Moderation: Iris Warmulla-Parys, Dortmund

 

Stichworte: Kirche macht den Unterschied!? Sind Leiharbeit und andere Formen gar nicht mit dem Konzept der Dienstgemeinschaft vereinbar? Oder nur unter bestimmten Bedingungen? Wie geht eine Einrichtung mit rechtlich unterschiedlichen Mitarbeitenden in derselben Einrichtung um? Oder aber: Erbringt nicht jeder Zulieferer einen unverzichtbaren Beitrag zum Gelingen des ganzen Werks? Sollten nicht soziale und ökologische Standards von Fair Trade und Bewahrung der Schöpfung – soweit als möglich! - auf Zulieferer zu einer kirchlichen Einrichtung übertragen werden? Wer finanziert moralisch/ ethisch hochwertige Standards? Wann erfolgt eine echte „Aufgabenkritik“? Wie lange kann Kirche ihre „Seele“ verkaufen, bevor einige Angebote eingestellt werden, um andere auskömmlich zu finanzieren?

 

Hinweis!

Die Themen der AGs 1-3 werden vormittags im Vortrag von Direktor Josef Lüttig aufgegriffen.

Das Thema der AG 4 wird von Dr. Benedikt Jürgens aufgegriffen.

Das Thema der AG 5 wird von Pater Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach aufgegriffen.

Ausblick auf den Dienstgemeinschaftstag 2015:

„Die Finanzierung sozialer Einrichtung und ihr gesetzlicher Rahmen“

am Do, 22.10.2015 (bitte vormerken!)

mit Staatssekretär Karl-Josef Laumann, Berlin;
Prof. Dr. Georg Cremer, Berlin/Freiburg;
Prälat Karl Jüsten (angefragt), Berlin.

Arbeitsgruppen am Nachmittag mit Fachreferenten:
• Pflege auf Bundesebene
• Kinderbildungsgesetz auf Landesebene
• Jugendhilfe auf kommunaler Ebene
• Behindertenhilfe durch den Landschaftsverband Westfalen-Lippe

Dieser Dienstgemeinschaftstag soll Dienstgebern und MAVen Einblicke
in die Wettbewerbs- und Finanzierungsbedingungen sowie
den gesetzlichen Rahmen für soziale Einrichtungen gewähren,
innerhalb dessen zahlreiche kontroverse Themen angesiedelt sind.

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