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Grundkurs zur Katholischen Soziallehre "Illegale Zuwanderung"

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Katholische Soziallehre - Das am besten gehütete Geheimnis der Katholischen Kirche
- für Lehrerinnen und Lehrer gelüftet

Die Katholische Kirche hüte ein Geheimnis, behauptet ein Insider. Werde dieses machtvolle Geheimnis gelüftet, so würde es Gesellschaften und die Welt, wie wir sie kennen, verändern. So beschreibt der Kolumnist Tony Magliano das Ergebnis seiner Recherchen zur Katholischen Soziallehre.

Das Erzbistum Paderborn möchte dieses Geheimnis für Katholische Schulen lüften. Zusammen mit dem Sozialinstitut Kommende bietet das Erzbistum Tagungen für Lehrerinnen und Lehrer aller Fachrichtungen an, die mit der Katholischen Soziallehre vertraut machen.

„Warum sich die Kirche in gesellschaftliche Belange einmischt... Ein Grundkurs in Katholischer Soziallehre für Lehrer/innen“

Schwerpunkt: Illegale Zuwanderung. Als Kinder nicht zur Schule durften...

1.-2. Oktober 2015, Donnerstag bis Freitag

Ort: Katholische Akademie Schwerte

NEU! Schulseelsorger Christian Haase wird im Rahmen der Fortbildung von den Erfahrungen mit der Einrichtung einer Auffangklasse für Flüchtlingskinder berichten!

Einladungsflyer zum Download !

Direkt zur Anmeldung HIER!

 

Soziallehre und Schule -  Aspekte eines Verhältnisses


Die Katholische Soziallehre erarbeitet sich ihren Zugang zur Wirklichkeit und den Problemen der Menschen stets Seminar Teilnehmer mit Hilfe von anderen Disziplinen und bietet sich daher für die verschiedenen Schulfächer an, besonders natürlich Politik/Wirtschaft, Gesellschaftslehre, Sozialwissenschaften, Erdkunde, Geschichte, Religion und Philosophie. Daher lohnen sich Impulse, wie die Katholische Soziallehre fachübergreifend sinnvoll eingebracht werden kann. Sei es zur Begründung von Entwicklungszusammenarbeit und einem gerechten Welthandel oder der sozialen Frage der Flüchtlinge und der Arbeitnehmer(innen). Oft unterbleibt dies, weil keine Katholische Soziallehre im Lehramtsstudium gelehrt wird, ja, oft nicht einmal im Fach Katholische Religion. Sie bleibt dann im Geheimen verborgen.

Zugleich möchte dieses Fortbildungsangebot Lehrerinnen und Lehrer sensibilisieren, wie ihre Schule als Institution und in Projekten sich an der Katholischen Soziallehre orientieren kann. Dazu gehört auch das Thema „Bildung und Chancengerechtigkeit für Kinder und Jugendliche aus benachteiligten und bildungsfernen Familien“.

Die Katholische Soziallehre ist Teil der Prägung einer konfessionellen Schule. Viele im "Leitbild der katholischen Schulen in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn formulierte Aspekte finden unter anderem in der Praxis und Lehre der Katholischen Soziallehre ihre Umsetzung. Beispielsweise finden junge MSeminar Teilnehmer enschen Orientierung in gesellschaftlichen Belangen. Konkret werden die Achtung vor der Würde des Menschen sowie die Bewahrung der Schöpfung im politischen und praktischen Engagement gegen Benachteiligungen und Klimawandel.

In all diesen Überlegungen wird die "Liebesfähigkeit" über zwischenmenschliche Begegnungen auf die institutionelle und politische Liebesfähigkeit durch politisches Engagement erweitert.

In den Fortbildungen gilt es, reflektiert und im Gespräch mit der kirchlichen Lehre eigene Überzeugungen herauszubilden und das Handwerkszeug zu beherrschen, eigene Analysen vornehmen und auf der Grundlage des Evangeliums zu bewerten. Es ist eine genuine Berufung, die Katholische Soziallehre im eigenen Verantwortungsbereich fruchtbar zu machen.

Das Konzept der Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer sieht anderthalb Tage für die Fortbildung vor, einmal pro Halbjahr, jedes Kalenderjahr mit einem anderen Schwerpunktthema. Über unterschiedliche didaktische Methoden machen sich die Teilnehmenden mit dem Grundverständnis der Katholischen Soziallehre vertraut und vertiefen dies konkret an einem exemplarischen Praxisfeld. Die geplanten Schwerpunktthemen sind im Einzelnen:

  • Kirche und Politik“ greift das überaus brisant diskutierte Verhältnis von Kirche und Staat auf und führt exemplarisch in die Katholische Soziallehre mit einem Schwerpunkt in Politischer Ethik ein (2013).
  • Das Thema „Arm und Reich. Bildung und Chancengerechtigkeit“ greift die Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich und andere soziale Gerechtigkeitsfragen auf, deren Lösungsvorschläge oft eng mit dem Bildungsauftrag von Schulen verbunden werden (2014).
  • Das Thema „Migrationsethik und illegale Zuwanderung. Als Kinder nicht zur Schule gehen durften…“ greift mit einem migrationsethischen Akzent die Not von Menschen ohne Papiere auf, vor allem deren Zugang zu Bildung (2015).
  • Das Thema „Katholische Sozialverkündigung in historischen Kontexten“ greift stärker geschichtliche und kirchenpolitische Aspekte auf und legt einen Schwerpunkt auf die Sozialverkündigung in bestimmten Epochen und regionalen Kontexten (2016 mit Dr. Stefan Klug als Referenten).
  • Das Thema "Verantwortung von Konsumenten und Unternehmen" greift konsumethische und unternehmensethische Aspekte auf, um individuelle, unternehmerische und gesellschaftliche Verantwortungsbereiche differenzieren zu können.
  • Das Thema "Bildungsungerechtigkeit" will die Wirkung von Herkunft, Lehrerverhalten, Schulsystem und Familie auf den Bildungs(miss)erfolg begreifen und bildungsethisch bewerten.

Ein medienpädagogisches Angebot sowie die Präsentation von Materialien für den Unterricht runden die Veranstaltung ab. Alle Lehrerinnen und Lehrer haben anschließend ein geschärftes Verständnis vom Einsatz der Kirche für Gerechtigkeit. Sie sind befähigt, die Katholische Soziallehre in ihren Unterricht einzubinden und sie im Gespräch mit Eltern und Außenstehenden zu umreißen.

Bernhard Riedl Pfarrbriefservice


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Dr. Andreas Fisch, Referent für Wirtschaftsethik Dr. Andreas Fisch, Referent für Wirtschaftsethik Dr. theol. Andreas Fisch
Referent für Wirtschaftsethik
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