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Immer mehr ist nicht genug. Wohlstand ohne Wachstum?

Am 04. Juli wird Niko Paech ab 19.30 Uhr in der Kommende zu Gast sein. Er lehrt als Professor für Produktion und Umwelt an der Universität Oldenburg und gilt als Deutschlands bekanntester Postwachstums-Ökonom.
Niko Paech stellt sich im Rahmen der Gesprächsreihe „Profilierte Querdenker im Interview“ dem Kommende-Publikum und den Fragen von Richard Geisen.

Im Teufelskreis aus Konsumwunsch und Zeitmangel
Die Droge Wachstum scheint auf Dauer unrettbar. Die Grenzen der Wachstumswirtschaft – das ist seit dem ersten Memorandum des Club of Rome bekannt – werden markiert durch die Endlichkeit der natürlichen Ressourcen: fossile Energieträger,  Rohstoffe wie unersetzbare Metalle und seltene Erden, Bodenfläche und Atmosphäre.  Das Festhalten an einem extrem hohen Konsum- und Mobilitätsniveau erzeugt immer neue Abhängigkeiten von überregionalen und globalen Versorgungsketten und einer beschleunigten Marktdynamik. Die eigentlichen Verlierer bleiben dabei oft unsichtbar. Die ökologischen Schäden nehmen zu. Der Versuch, sie mit systemkonformen Mitteln zu begrenzen oder zu beheben, führt zu neuen Problemen mit unabsehbaren Folgen. Das Hochwasser und die katastrophalen Überschwemmungen an Elbe und Donau sind hierfür erneut ein beredtes Beispiel.

Gibt es Alternativen?
Niko Paech entwirft Ideen, die um den Abwurf von Fremdversorgungsballast und Reizüberflutung kreisen. Es geht ihm um mehr Subsistenz und weniger Konsum, um einen Wohlstand, der nicht auf wachsendes Geldeinkommen setzt, sondern auf eigenständige Schaffenskraft und Zeitsouveränität.
Seine Kritik am Hamsterrad des „Immer mehr“ bleibt nicht abstrakt. Er formuliert die ökonomische Alternativen konkret und nachvollziehbar. Was im aktuellen System undenkbar scheint, wird plausibel im Modell einer Postwachstumsgesellschaft: Nahversorgung und Selbstbeschränkung, gemeinschaftliches Erstellen und Nutzen langlebiger Güter und vieles andere. Es geht ihm dabei um mehr Glück und Lebensqualität, um Umweltverträglichkeit und soziale Ausgewogenheit – um eine langfristige Idee des Gemeinwohls.

 

Wie soll das gehen?
Beim Kommende-Gespräch gibt es Gelegenheit, das Modell dieses ökonomischen Querdenkers auf den Prüfstand zu stellen, bei ihm selbst nachzuhaken, mit ihm zusammen weiter zu denken …

  • Gibt es reale Vorbilder für dieses alternative Wirtschaftsmodell?
  • Welche Rolle spielen Geld und Finanzwirtschaft?
  • Was sind die absehbaren die Folgen für deutsche Exportwirtschaft?
  • Was muss verschwinden, was wird sich wandeln?
  • Auf wie viel Wohlstand werden wir verzichten müssen?
  • Lässt sich ein Sozialstaat in der Postwachstumsgesellschaft überhaupt noch finanzieren?
  • Welche Chancen gibt es für einen entsprechenden mehrheitlichen Mentalitäts- und Politikwechsel?

Viele weitere Fragen zu bekannten Abhängigkeiten und Wachstumszwängen, aber auch zu neuen Formen des Wirtschaftens und des jeweiligen „Genug“ werden zur Debatte stehen. 

 

Tipp für Buch-Leser: Niko Paech, Befreiung vom Überfluss. Auf dem Weg in die Postwachstumsökonomie. Oekom-Verlag: München 2012 (42013).

 

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