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"Stark, ohne Gewalt" im Leben (be-)stehen

Hauptschüler geben Musical-Debüt mit dem Ensemble GenRosso in der Stadthalle Kamen

Detlef Herbers, Frank Stewen, Margarete Brinkmann, Kamens Bürgermeister Hermann Hupe und Pastor Meinolf Wacker (v. l.) stellten das Projekt „StarkmacherSchule“ mit der Musical-Aktion „Streetlight“ vor.Plamper

Kamen. Stark ist, wer ohne Gewalt seine Ziele erreicht. Mit Hilfe von nachhaltig angelegten Projekten aus dem Bereich der Gewaltprävention vermittelt die Städtische Hauptschule ihren Schülern eine wichtige Lebensphilosophie und ist auf bestem Weg, das Prädikat StarkmacherSchule zu erwerben. Kooperationspartner ist das Sozialinstitut Kommende Dortmund mit vermittelnder und spiritueller Unterstützung von Pastor Meinolf Wacker (Pastoralverbund Kamen-Kaiserau).  

von Elisabeth Plamper 

„Was wir jetzt mit den Schülern der Hauptschule planen, ist schon etwas ganz besonderes“, erklärt Dipl.-Theologe Detlef Herbers vom Sozialinstitut Kommende Dortmund. Mit dem Ensemble GenRosso geht es auf die Bühne der heimischen Stadthalle. „Streetlight“, heißt das Musical, das die 17 Mitglieder der Gruppe in knapp einer Woche mit den 280 Schülern der Städtischen Hauptschule Kamen als Hauptakteure inklusive Vorprogramm einstudieren wollen. „Wir sind sehr gespannt“, heißt es auch seitens der Schulleitung.

Die Proben beginnen am Montag in der Städtischen Hauptschule Kamen, die sich in einen professionellen Proberaum verwandelt. Ziel ist, dass die Schüler zum einen in der kreativen Auseinandersetzung mit dem Schicksal des jungen Schwarzen Charles und durch die aktive Mitgestaltung des Musical auf der Bühne und hinter den Kulissen eigene Stärken entdecken, weiterentwickeln und etwas mehr über sich selbst erfahren. Mit den Mitgliedern der Gruppe GenRosso übernehmen sie zudem die Bühnengestaltung und beteiligen sich am technischen Aufbau.

Das Musical erzählt die Geschichte eines gewalttätigen Bandenkrieges in Chicago in den 1960er-Jahren. Im Mittelpunkt steht Charles Moats, der sich für ein Leben mit oder ohne Gewalt entscheiden muss. Eine Geschichte, die die Auseinandersetzung mit sich selbst, der Einstellung zum Leben und dem Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit herausfordert – nicht nur bei den Akteuren, sondern auch bei den Zuschauern. Das Musical kann aber auch als Appell verstanden werden, sich nicht nur Gewalt, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit entgegenzustellen, sondern sich darüber hinaus mit dem gesellschaftlichen Gefüge in der heutigen Zeit auseinander zu setzen.

Viele Schüler der Hauptschule kommen beispielsweise aus einem sozial schwachen Umfeld. Zum einen machen es ihnen die Herkunft oder schwierige familiäre Verhältnisse nicht gerade einfach, ihre Stellung in der Gesellschaft zu finden, sich zu behaupten oder gar akzeptiert zu werden. So müssen sie häufig auch noch zusätzlich einiges an Kraft aufwenden, um sich gegen das „Stigma“ Hauptschüler zu sein, zu wehren.

„Das erfordert ein starkes Selbstwertgefühl, viel Selbstvertrauen und ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein“, wissen Rektorin Margarete Brinkmann und Konrektor Frank Stewen. Genau das soll an der Hauptschule Kamen den Schülern mit Projekten wie diesem auf ihren Lebensweg mitgegeben werden, als „StarkmacherSchule“, die zudem auf städtische Unterstützung zählen kann.

erschienen in: Der Dom, Nr. 45 am 11. November 2012

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