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Generalvikar Hardt überreicht Abschlusszertifikate der Sozialakademie „Europa eine Seele geben“

19 Seminaristen aus neun verschiedenen Ländern Ost- und Mitteleuropas nahmen an der Sozialakademie „Europa eine Seele geben“ teil. Generalvikar Alfons Hardt traf sich mit ihnen zum Gespräch und überreichte die Abschlusszertifikate.


Paderborn, 11. August 2011. Generalvikar Alfons Hardt verlieh am Mittwoch in der Paderborner Bildungsstätte Liborianum 19 Seminaristen aus Ost- und Mitteleuropa die Abschlusszertifikate der Sozialakademie „Europa eine Seele geben“. Die St.-Klemens-Kommende Dortmund, Sozialinstitut des Erzbistums Paderborn, führte die Sozialakademie bereits zum fünften Mal durch. Die jungen Männer, die an der vierwöchigen sozialethischen Schulung teilnahmen, kamen in diesem Jahr aus neun verschiedenen Ländern, aus Lettland, Slowakei, Litauen, Ungarn, Ukraine, Kroatien, Polen, Rumänien und Deutschland.

„Ich hoffe, Sie nehmen viele Eindrücke von der Kirche in Deutschland und im Erzbistum Paderborn mit in ihre Heimat“, sagte Generalvikar Alfons Hardt anlässlich der Zertifikatsverleihung. Er betonte die Bedeutung, die der christliche Glauben für die Zukunft Europas haben könne: Er sei „eine Einheit stiftende Kraft“ und damit jene „Seele“, die die Sozialakademie in ihrem Titel trage: „Europa eine Seele geben“. Abschließend ermutigte er die künftigen Priester, sich in ihren Heimatländern in den Dienst dieser Einheit stiftenden Kraft zu stellen.

Generalvikar Alfons Hardt überreichte zum Abschluss der Sozialakademie die Zertifikate. V.r.n.l.: Generalvikar Alfons Hardt, Prälat Dr. Peter Klasvogt, Piotr Masnica aus dem Bistum Tarnow in Polen.

 

Zielsetzung der von der St.-Klemens-Kommende Dortmund initiierten Sozialakademie ist es, Seminaristen aus Ost- und Mitteleuropa angesichts der politischen und sozialen Umbrüche in ihren Ländern für die gesellschaftliche Verantwortung der Kirche zu sensibilisieren. In manchen Ländern sei die sozialethische Ausbildung im Theologiestudium aufgrund der langjährigen Unterdrückungssituation nur rudimentär entwickelt, so der Direktor der St.-Klemens-Kommende, Prälat Dr. Peter Klasvogt. Die große Nachfrage nach der Sozialakademie belege den Bedarf und das Interesse an sozialethischen Fragen in den osteuropäischen Ortskirchen.

Nach Abschluss der Sozialakademie begleitet die Kommende die Absolventen in regelmäßigen „Alumni-Treffen“ weiter. So ist ein internationales Netzwerk von zukünftigen Priestern entstanden, die sich für die soziale Gestaltung eines vereinigten Europas engagieren.

Auch in diesem Jahr fand aufgrund des Umbaus der St.-Klemens-Kommende die Sozialakademie außerhalb Dortmunds statt: Die Seminaristen waren im Haus Maria Immaculata in Paderborn untergebracht. Die Kommende verschickt jährlich Einladungen für die Schulung an die Ortsbischöfe Ost- und Mitteleuropas. Die Regenten der Priesterseminare wählen dann geeignete Kandidaten aus. Teilnehmen können Theologiestudenten ab dem dritten Studienjahr, Voraussetzung ist eine gute Kenntnis der deutschen Sprache. (pdp-n-185-11.08.2011)

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