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Früherer Kommende-Direktor Marx zum Kardinal ernannt!

Erzbischof Reinhard Marx; Erzbistum München und Freising Rom / München / Dortmund, 20. Oktober 2010. Papst Benedikt XVI. hat am Mittwoch Erzbischof Dr. Reinhard Marx (57), den früheren Paderborner Weihbischof, früheren Kommende-Direktor und jetzigen Erzbischof von München und Freising, zusammen mit weiteren Personen zum Kardinal ernannt. Die Feierlichkeiten zur Kardinalerhebung finden in Rom am 20. November 2010 statt. Erzbischof Hans-Josef Becker und Generalvikar Alfons Hardt werden an den Feierlichkeiten teilnehmen. 

Das Sozialinstitut Kommende, ihr jetziger Direktor Peter Klasvogt und alle Mitarbeiter gratulieren Erzbischof Reinhard Marx, der zuletzt noch beim Müncher Kirchentag und beim diesjährigen Unternehmertag in Kommende-Veranstaltungen mitgewirkt hat, herzlich zu dieser Würdigung seiner Person und seines Wirkens.

Erzbischof Reinhard Marx wurde 1953 in Geseke geboren. Dort legte er 1972 sein Abitur ab. Anschließend studierte er Theologie und Philosophie in Paderborn und Paris. Erzbischof Dr. Johannes Joachim Degenhardt weihte ihn 1979 in Paderborn zum Priester. Nach einer zweijährigen Vikarszeit in Bad Arolsen wurde Marx Geistlicher Rektor des Sozialinstituts des Erzbistums Paderborn, der Kommende in Dortmund. Als solcher schärfte er das Engagement der Kirche im Erzbistum Paderborn im Sinne der Christlichen Sozialethik. Von 1981 bis 1989 studierte Marx in Münster und Bochum. Mit der Dissertation „Ist Kirche anders? Möglichkeiten und Grenzen einer soziologischen Betrachtungsweise“ promovierte sich Marx zum Doktor der Theologie. 1989 wurde er durch Erzbischof Degenhardt zum Direktor der Kommende in Dortmund bestimmt. Papst Johannes Paul II. ernannte ihn 1993 zum Päpstlichen Ehrenkaplan. 1996 wurde er Professor für Christliche Gesellschaftslehre an der Theologischen Fakultät in Paderborn.

Papst Johannes Paul II. ernannte Reinhard Marx am 23. Juli 1996 zum Titularbischof von Petina und Weihbischof in Paderborn. Am 21. September 1996 wurde er im Hohen Dom zu Paderborn durch Erzbischof Degenhardt zum Bischof geweiht. 1997 ernannte ihn der Paderborner Erzbischof zum Bischofsvikar für Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft. 1999 wurde Bischof Marx Vorsitzender von Justitia et Pax, einer von der Deutschen Bischofskonferenz und dem Zentralkomitee der Deutschen Katholiken gemeinsam getragenen Kommission. Erzbischof Degenhardt berief Weihbischof Marx 2001 zum residierenden Domkapitular. Am 20. Dezember 2001 ernannte Papst Johannes Paul II. Weihbischof Dr. Reinhard Marx zum 102. Bischof von Trier. Am Ostermontag, 1. April 2002, wurde er im Trierer Dom in sein Amt eingeführt. Im November 2007 ernannte ihn Papst Benedikt XVI. zum Erzbischof von München und Freising. Im Februar 2008 wurde er in dieses Amt eingeführt.

In der Deutschen Bischofskonferenz gehört Erzbischof Marx als stellvertretender Vorsitzender der weltkirchlichen Kommission an und ist Vorsitzender der Kommission VI für gesellschaftliche und soziale Fragen.

Foto: Erzbistum München und Freising

 

 

 

 

 

 

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