Diskutierten über das Verhältnis von Bildung und Armut. Prof. Peter Strohmeier, Norbert Zöller, Prof. Karl Gabriel, Eberhard Weber (v.l.)Kommende„Der Straßenname entscheidet, ob ein Kind nach der Grundschule das Gymnasium oder die Hauptschule besucht“, so der Soziologe Prof. Peter Strohmeier von der Universität Bochum beim Rosinengespräch in der Kommende. DGB Östliches Ruhrgebiet und Kommende hatten zum Thema „Unsere Kinder - unsere Zukunft!. Warum Bildung vor Armut schützt..“ eingeladen. En Detail hat Strohmeier mit seinem Team Dortmund untersucht, den Zusammenhang von Wohnumfeld, Armut, Gesundheit und Bildung katastermäßig erfasst.Er zeichnet ein düsteres Bild. Die Gesellschaft wächst immer weiter auseinander, frühere Unterschichtsstadtteile entwickeln sich zu Problemzonen einer Bevölkerung (meist) mit Migrationshintergrund. Hier erleben Kinder Erwachsene, die nicht arbeiten, ihr Leben von Transferleistungen, z.B. Hartz IV, fristen. Der Lebensrhythmus, bestimmt durch den Berufsalltag, prägt nicht mehr den Tagesrhythmus der Kinder. Hier entwickelt sich eine Hypothek für die Zukunft. Denn angesichts der demographischen Entwicklung sind in einigen Jahren qualifizierte Schulabgänger mit anschließender Berufsausbildung für Wirtschaft und Gesellschaft unabdingbar. Strohmeier zitierte Franz Josef Degenhardt, der vor 40 Jahren sang: „Spiel nicht mit den Schmuddelkindern“, doch die Situation in der Unterstadt hat sich seitdem dramatisch verschlechtert.
Strohmeier und die anderen Mitdiskutierer waren sich einig, dass nur intelligente und komplexe Lösungen diese tickende gesellschaftliche Zeitbombe entschärfen können.





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