v.l.: Direktor Dr. Peter Klasvogt, Schwester Patricia, Schwester Luca, Weihbischof Hubert BerenbrinkerKommende Dortmund Nach 17 bzw. 18 Jahren Tätigkeit in der Kommende Dortmund wurden beim diesjährigen Kommendefest Schwester Patricia und Schwester Luca verabschiedet. Seit 1946, noch vor der eigentlichen Gründung der Kommende als Sozialinstitut des Erzbistums Paderborn, waren Schwestern der Vincentinerinnen aus Paderborn in der Kommende präsent.
Ein Engagement, das zum Bedauern aller Anwesenden des Kommendefestes nun endet. „Der fehlende Ordensnachwuchs führt leider dazu, dass wir die Schwestern nicht mehr ersetzen können“, erklärte Schwester Cäcilie Müller, Generaloberin der Vincentinerinnen. Schwester Patricia und Schwester Luca werden demnächst zum Altersruhesitz ihrer Ordensgemeinschaft nach Rüthen umziehen. Als Andenken an die Kommende überreichte ihnen Direktor Dr. Peter Klasvogt zwei vom Künstler Thomas Jessen hergestellte Kopien der Heiligenbilder aus der Kapelle der Kommende. Sie zeigen Vincenz von Paul und die Ordensgründerin Louise von Marillac.
Das Kommendefest, das mit einem Gottesdienst mit Weihbischof Hubert Berenbrinker begonnen hatte, stand im Zeichen von Europa. Bischof em. Dr. Josef Homeyer sprach im Festvortrag darüber, „Was Europa zusammenhält“.
Kommende Dortmund Für Bischof Homeyer, früherer Bischof von Hildesheim und ehemaliger Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, ist die „Anerkennung des Holocaust’ und weiterer Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ eine wesentliche Bezugsgröße. „Die europäischen Völker wollen ihre Schuldgeschichte aufarbeiten, gemeinsam und nicht mit Gewalt“, führte Homeyer aus. Der Beitrag der Kirche müsse dabei ein Dienst der Versöhnung sein. Versöhnung sei die Eintrittskarte für das neue Europa. Daher hätten Staaten, wie die Türkei oder Serbien, die die Verbrechen ihrer eigenen Geschichte zum Teil leugneten, auch Schwierigkeiten beim Beitritt zur Europäischen Gemeinschaft. Es komme darauf an, sich mit der konkreten Schuld auseinander zu setzen und nicht nur ein allgemeines Bekenntnis ab zu geben. Dass dies auch in Deutschland nicht immer der Fall war, zeigte Bischof Homeyer bei einem Blick in die Geschichte auf. So sei erst etwa 20 Jahre nach dem Ende des Nationalsozialismus’ über dessen Verbrechen in der Öffentlichkeit gesprochen worden. (PDP)





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